Handball

HSV in der harzfreien „Kreissporthölle“

HSV Plettenberg/Werdohl - VfL Eintracht Hagen III
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Markus Winkelsträter (links) war gegen Eintracht Hagen III die lange Verletzungspause noch anzumerken. Gerade im Angriff mangelte es am Zusammenspiel, gab es viele Missverständnisse.

Kaum ist die Saison 21/22 ins Rollen gekommen, geraten die Handballer wieder aus dem Spielrhythmus. Der Tag der Deutschen Einheit am Sonntag, die Herbstferien und das durch den stillen Feiertag Allerheiligen (1. November) verlängerte letzte Oktoberwochenende bescheren vielen Teams nun eine lange Pause. Eine der Ausnahmen an diesem Wochenende bildet die HSV Plettenberg/Werdohl, die im einzigen Spiel der Landesliga am Samstag (19 Uhr, Kreissporthalle) beim Wittener TV zu Gast ist.

Plettenberg/Werdohl - Das Team von Trainer Philipp Gallinowski war wie die HSV mit einem Sieg in die Saison gestartet, einem überraschenden noch dazu. Dank einer überragenden Deckung gelang es, den TV Olpe mit 22:17 zu bezwingen – jene Olper also, bei der die Lennetaler eine Woche später verloren. Doch auch Witten gelang es nicht, den Starterfolg zu bestätigen: Niederlagen bei der SG Attendorn/Ennest und der HSG Gevelsberg-Silschede II ließen das Punktekonto ins Miese (2:4) rutschen. Die HSV passte sich mit der Heimschlappe gegen Tabellenführer Eintracht Hagen III an, was bedeutet, dass am Samstag an der Wittener Husemannstraße das Thema Klassenerhalt für den Verlierer akut wird.

Der in der „Kreisporthölle“ sehr heimstarke WTV, 2019 über die Relegation gegen Attendorn/Ennest in die Landesliga aufgestiegen, ist für die von Ivo Milos und Pierre van der Hurk trainierte HSV ein noch unbeschriebenes Blatt. Geprägt wird das Team durch die Handball-Familie Oberbossel. Vater Dirk (42) ist das Urgestein im Team, die Söhne Jonas (20) und Jannis (18) haben nach Ausflügen zum HSV Herbede und TuSEM Essen zu ihrem Stammverein zurückgefunden. Ein sicherer Rückhalt ist Torhüter Nils Schlechtendahl, der im Sommer von der DJK Oespel-Kley nach Witten gewechselt ist.

Wir müssen treffen, was wir uns vorbereiten. Mehr ein- statt auswerfen und besser verteidigen.

HSV-Trainer Ivo Milos

Der Rückhalt der HSV, Marcel Kämmerer, ist am Samstag wieder dabei, so dass Milos und van der Hurk nur auf die verletzten Stefan Weigt, Marc Bardischewski und Leon Kreikebaum verzichten müssen. Fraglich ist noch der Einsatz des erkrankten Philipp Rose „Wir müssen treffen, was wir uns vorbereiten. Mehr ein- statt auswerfen und besser verteidigen“, verlangt Ivo Milos eine Steigerung gegenüber dem schwachen Auftritt gegen Hagen, wo sich sein Team auch „organisatorisch schlecht“ präsentierte. Er kennt die Wittener noch aus seiner Attendorner Zeit, weiß also, was die HSV am Samstag erwartet. „Wittens Vorteil ist die harzfreie Halle“, kennt er zudem das „kleine Problemchen“, mit dem viele Gastteams dort zu kämpfen haben.

Die gegen Eintracht Hagen III verlorenen Punkte möchte sich Ivo Milos gern schnell zurückholen: „Dazu ist jetzt die erste Gelegenheit. Wir haben die Qualität dazu, trainieren gut und müssen nur unser Niveau diesmal über 60 Minuten halten.“

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