Handball-Landesliga

HSG: Fette Happen erst zum Schluss

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Herbedes Walter Haupt gegen die Lüdenscheider (von links) Hassan Ahmad, Mario Hurlbrink, Niclas Beckmann, Florian Füller, Lukas Weichelt und Kevin Plate.

Witten - Eine Woche nach dem 26:25-Triumph über den souveränen Dortmunder Spitzenreiter TuS Westfalia Hombruch entschieden sich die Landesliga-Handballer der HSG Lüdenscheid für etwas magerere Häppchen-Kost. In der entscheidenden Schlussphase beim Abstiegskandidaten HSV Herbede präsentierten sie dann aber doch noch ein paar dicke, fette Happen.

„Da haben wir gebissen“, sagte Trainer Volker Schnippering nach dem 27:22 (13:8)-Erfolg. Klar: Der Lüdenscheider Coach schimpfte während der Partie, die seine Mannschaft vor allem in der Deckung gut begonnen hatte (nur zwei Gegentreffer nach 14 Minuten), auch einige Male. Letztlich war es aber so, dass er Verständnis für seine Spieler hatte. „Wir kriechen auch ziemlich auf dem Zahnfleisch“, sagte Volker Schnippering. „Und die Motivation ist nicht mehr die größte. Zwischendurch war’s Sommerhandball: Abwehr ohne Körperkontakt.“ 

Und dann war da auch noch der Ball ohne Harz, mit dem die Herbeder eigentlich erprobt sein müssten. Doch sie leisteten sich gerade im ersten Abschnitt so viele erschreckende Fehler, dass die Lüdenscheider gar keine andere Chance hatten, als sich ein Polster herauszuwerfen. „So eine erste Halbzeit“, sagte HSV-Trainer Ulrich Schwartz, „darfst du dir nicht erlauben.“ 

Vier Treffer beim Gastspiel in Witten-Herbede: Niclas Beckmann.

Nach dem Wechsel wurden die Herbeder peu à peu ein kleines bisschen besser – auch, „weil wir den Ballbesitzer nicht mehr attackiert haben“, wie Volker Schnippering sagte. „Der durfte machen, was er wollte.“ Doch damit war nach dem 5:0-Lauf der Gastgeber zum 17:17 Schluss. „Am Ende waren wir wieder präsent“, erklärte der HSG-Trainer, der schließlich auch Handballer auf der Platte hat, von denen sein Gegenüber nur träumen darf. Es waren schon Super-Happen, mit denen Phil Lausen und Niclas Beckmann aus dem Rückraum Herbedes 52-jährigen Torwart-Oldie Udo Welschoff überwanden und mit ihren Toren zum 25:21 und 26:21 endgültig alles klarmachten. Toni Bertrams

HSV: Welschoff, Lange (39.-54.) – Busch (2), S. Hein (1), Grajcar (1), Ciesiolka (1), Radtke (2/1), Trösken (4), Hirschberg (1), Hake (1), Windfuhr, L. Hein (2), W. Haupt (7/4)
HSG: Kämmerer, Ferizi (bei zwei Siebenmetern) – Beckmann (4), Hurlbrink (4), Füller (1), Plate (5), Ahmad (1), Weichelt (2), Lausen (4), Fenner (4/2), Broscheit (2)
Zeitstrafen: HSV 3, HSG 6
Schiedsrichter: Dietz/Schwenk (Oberaden)
Zuschauer: 60

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