Handball, Frauen-Landesliga

Große Erleichterung bei HSG-Frauen

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Franziska Lukowski feierte mit den Frauen der HSG Lüdenscheid in Wetter einen ganz wichtigen Sieg. 

Wetter - Es ist der Moment, in dem Christian Köster für wenige Sekunden alleine sein möchte. Nein, er rennt nach dem Schlusspfiff nicht aus der Sporthalle Oberwengern. Der Trainer der Landesliga-Frauen der HSG Lüdenscheid aber nimmt seine Brille ab, reibt sich die Augen, während seine Spielerinnen im Kreis hüpfen und „Auswärtssieg! Auswärtssieg!“ trällern. Dank des 22:16 (9:6)-Erfolges bei der HSG Wetter/Grundschöttel haben sie einen Riesenschritt zum Klassenerhalt gemacht.

Klar: Christian Köster war total erleichtert. „Ich war heute schon sehr angespannt“, sagte er. „Das sind zwei sehr wichtige Punkte. Jetzt haben wir noch mehr Puffer zu den Abstiegsrängen.“ Auf dem Weg zu diesem Puffer hatte der Lüdenscheider Trainer aber nicht nur einmal die Augen verdreht und wild mit seinen Händen herumgefuchtelt. Er stöhnte fast, als er an die vielen Möglichkeiten dachte, die seine Handballerinnen ausgelassen hatten. 

„Jeder Spielerin war anzusehen, dass sie eine unruhige Hand hatte“, meinte er. Christian Köster konnte jedoch insofern entspannt sein, als die Gastgeberinnen noch unruhigere Hände hatten und erst nach 18:39 Minuten durch Nina Gerhartz zu ihrem ersten Feldtor kamen. Die HSG Wetter/Grundschöttel, die nun zwei Pluspunkte weniger als die HSG Lüdenscheid hat, schaffte es während der 60 Minuten eigentlich nie, sich vom Hallen-Modus zu lösen: wenig Licht und sehr kalt. Deren Spiel fehlten aber nicht nur Erleuchtungen und heiße Phasen, deren Leistung war schlicht erschreckend schwach. 

Deshalb brauchte das Köster-Team auch keine herausragende Vorstellung abzuliefern. „Wir haben uns durch Kampf und Konsequenz ins Spiel gebracht“, sagte der Trainer, dessen Mannschaft nach ihrer 10:8-Führung zum entscheidenden Zwischenspurt angesetzt hatte, einem 6:0-Lauf zum 16:8. Dank ihrer starken 6:0-Deckung legten die Gäste regelmäßig den Grundstein für leichte Gegenstoß-Tore. 

„Die Abwehr war wirklich nicht schlecht“, sagte Köster, der zwischenzeitlich auch 5:1 hatte decken lassen – vom 18:9 bis zum 18:13. „Das ist in die Hose gegangen“, meinte der Coach. Toni Bertrams

Wetter: Wieczorek – Gerhartz (4), Adrian, Trost (2/1), Pohl (4/2), Schubert (1), Bisping (1), Winterhoff (1), Michelsen, Pellegrino (3), Zobel, Streicher, Bugal
Lüdenscheid: Langhammer, Seckelmann (bei zwei Siebenmetern) – Hein, Gruhn (1), Dzelili (5), Otters (3), Pleuger (4/4), Schäfer, Knobel (1/1), Lange (2), Schmale (3), Lukowski, Worobey, Schmidt (3)
Schiedsrichter: Meier/Stülper (Hagen)
Zeitstrafen: Wetter 3, Lüdenscheid 1
Zuschauer: 50

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