Handball-Landesliga, Frauen

Das Schlusslicht ohne funktionierende Abwehr

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Ganz starke Vorstellung auf Linksaußen: Mona Gillmann erzielte exakt ein Drittel aller SGSH-Treffer.

Schalksmühle - Die "Rote Laterne" der Frauen-Landesliga leuchtet weiter in Halver und Schalksmühle. Die SGSH unterlag dem Tabellensiebten ASC 09 Dortmund II am Samstag mit 27:32 (10:16) und offerierte den gerade einmal 30 Zuschauern am Löh eine enorme Bandbreite zwischen positiven Aspekten und schwacher Kollektivleistung.

Spielentscheidend war aus Sicht der Pfaffenbach/Luciano-Sieben eine über weite Strecken indiskutable Abwehrvorstellung. Die 6:0-Formation der SGSH spielte gegen die physisch überlegenen Gäste nahezu körperlos, unterstützte Torhüterin Hannah Steinacker kaum - was freilich auch umgekehrt galt. So kam der ASC zu einer Flut von einfachsten Treffern, führte nach zehn Minuten bereits mit 7:2.

Nach 16 Minuten, Aplerbecks Sonia Zander hatte gerade per Gegenstoß zum 9:4 getroffen, bemühte die SGSH das erste Team-Timeout und stellte auf sieben Feldspielerinnen um. Unter wettkampfnahen Bedingungen hatte das Schlusslicht diese Variante mangels Masse nie trainieren können, und so wechselten sich Licht und Schatten in schneller Folge ab.

Licht und Schatten mit sieben Feldspielerinnen

Der Schatten: sieben "Empty-Net-Goals", also Würfe ins leere Tor. Das Licht: Immer wieder räumte die SGSH nun sehr gut für ihre Außen ab. Linksaußen Mona Gillmann, die mit neun Treffern ein überragendes Spiel machte, aber auch Anna Schriever (6) auf der rechten Seite hießen die Profiteure. An der ASC-Überlegenheit änderte das nichts. Die 16:10-Pausenführung hatten die Gäste nach 48 Minuten auf 27:18 ausgebaut, anschließend reduzierten Dominic Luciano und Tina Pfaffenbach zurück auf sechs Feldspielerinnen.

Immerhin: Die Schlussphase gehörte dem Aufsteiger, der von den Außenpositionen weiter nach Lust und Laune traf und auch über den Kreis - hier deutete der kroatische Neuzugang Petra Maras sein Potenzial mehrfach an - einige gelungene Aktionen setzte. Glück für die SGSH freilich, dass sowohl Maras als auch Jill Herzog nach jeweils übertrieben hartem Einsteigen mit Zeitstrafen davonkamen. Im Normalfall hätte sich das Duo über "Rot" nicht beschweren dürfen. Doch Referee Andreas Fuchs (Lünen) war an diesem Abend ohnehin mehr mit deftigen Wortwechseln und Gesten gen Tribüne als mit angemessener progressiver Bestrafung beschäftigt...

Die Statistik zum Spiel

SGSH: Steinacker - Kramer, Herzog (3), F. Kaiser, Dalchow, Maras (2), Töper (4), Schriever (6), Gärtner, Bilaver (3/3), Gillmann (9)

ASC II: Rombach, Ploch - Haag (1), Raitbaur (1), Trippe (7/1), Stahl, Stachel (7), Grabowski, Dörsch, Zander (7), Delere (9/1), Kurdow, Dietz

Schiedsrichter: Fuchs (Lünen)

Zeitstrafen: SGSH 2, ASC II 2

Zuschauer: 30

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