Bittere Niederlage in der Schluss-Sekunde

Traf zum 22:22-Ausgleich, doch die Partie ging doch verloren: Katharina von Oepen.

Gevelsberg - Die HSG Gevelsberg-Silschede grüßt nach drei Spieltagen mit 6:0-Punkten vom Spitzenplatz der Tabelle in der Handball-Landesliga der Frauen. Dabei sah die HSG Lüdenscheid in Gevelsberg am Samstagabend schon wie der sichere Sieger aus, verlor dann aber ganz bitter in den Schluss-Sekunden 22:23 (13:10).

Von Axel Krüger

Beim 1:0, 22:21 und 23:22 führten die Gevelsberg - also exakt dreimal nur an diesem Handballabend, der dramatisch war und bediente Gästespielerinnen zurückließ. Das Team aus Lüdenscheid hatte nach dem 3:3 das Kommando übernommen und technische Fehler der anderen HSG zum effektiven Tempospiel genutzt. 7:3 führte das Köster-Team somit, zur Pause immerhin noch 13:10. Und auch vom guten Gevelsberger Start in die zweite Hälfte (12:13) ließ sich der Gast nicht beeindrucken: Lüdenscheid zog wieder auf 13:17 und 16:21 davon. Da lief bereits die 50. Spielminute - es schien Zeit zu sein für die erste Gevelsberger Niederlage der Saison, zumal Corinna Adelstam in der 48. Minute nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte gesehen hatte.

Rote Karte für Birte Hofmann

Das Spitzenteam reagierte, nahm eine Auszeit und teilte fortan einer Spielerin die Verantwortung zu: Nadine Hartmann war es nun, die im rechten Rückraum immer wieder den Weg zum Tor suchte. Sie traf, holten Zeistrafen heraus und auch Siebenmeter. Das allein wäre indes kein Problem gewesen, wenn bei den Lüdenscheiderinnen nicht das große Zittern eingesetzt hätte. So wurde aus dem 16:21 ein 22:21. Von Oepen glich per Siebenmeter nochmals aus. So kam es zum Showdown: Gevelsberg verlor zweimal den Ball - die Bergstädterinnen aber wussten daraus kein Kapital zu schlagen. Erst traf Katharina Kaiser von der linken Außenseite nur die Latte, dann spielte Birte Hofmann den finalen Fehlpass in die Hände von Nadine Hartmann. Hartmann ging auf und davon - traf eine Sekunde vor dem Ende zum 23:22. Zu allem Überfluss holte sich Hofmann für ihr Foul bei dieser Aktion auch noch die rote Karte "mit Bericht" ab und fehlt der HSG Lüdenscheid damit im Heimspiel gegen Unna. Ein in der Tat bitteres Finale fürs Köster-Team nach einer eigentlich sehr starken Vorstellung.

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