HSG-Frauen: Spitzenplatz wieder weg

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Saskia Oppl (Nummer 5) riss mit viel Einsatz und einer guten Abwehrleistung in der Schlussphase gegen die HSG Gevelsberg/Silschede das Spiel fast noch herum – letztlich verlor die HSG Lüdenscheid aber 26:28 gegen die Sieben aus dem Ruhrgebiet.

Lüdenscheid - Eine Woche lang durften die Landesliga-Handballerinnen der HSG Lüdenscheid den „Platz an der Sonne“ genießen – am Sonntagnachmittag rutschte das Köster-Team auf Platz drei der Tabelle ab.

26:28 (11:12) verloren die Gastgeberinnen am Stadtpark gegen den neuen Tabellenzweiten HSG Gevelsberg/Silschede. Es war ein Spitzenspiel, das diesen Namen verdiente, in dem beide Seiten eine Riesenportion Kampf in die Waagschale warfen – und in dem die Sauerländerinnen nur beim 4:2 (10.) in Führung lagen. Ein frühes 0:2 (4.) hatte Lüdenscheid gedreht, doch wenige Sekunden später musste Kim-Saskia Malcus wegen einer Knöchelverletzung, die sie sich abseits des Geschehens zugezogen hatte, passen.

Mehr noch als im Angriff, so Trainer Köster, fehlte die aggressive Kreisläuferin während der 50 Minuten danach in der Abwehr. In Minute zwölf legte Gevelsberg/Silschede durch die im ersten Durchgang herausragende Spielmacherin Lisa Nicolaßen wieder zum 4:5 vor. Gerade der aufgebaute Angriff der Lüdenscheiderinnen lief in dieser Phase nicht flüssig. Die Folge: Das Stephan-Team zog erst auf 5:8 (17.) davon, später sogar auf 6:10 (18.).

Mit drei Hofmann-Toren arbeiteten sich die Bergstädterinnen auf 9:10 heran (24.), glichen beim 11:11 (27.) wieder aus. Bis zum Seitenwechsel und darüber hinaus ging das Spielchen: erst Gäste-Führung, kurz darauf wieder Ausgleich.

Die Vorentscheidung fiel dann ab Minute 37 beim Stand von 15:16: Birte Hofmann scheiterte freistehend beim Tempogegenstoß – im Gegenzug erhöhte Nele Haar auf 15:17; danach wurde Schrittfehler gegen Hofmann gepfiffen, Gevelsbergs beste Torschützin Eva Hark verwertete den Tempogegenstoß zum 15:18. Während das Heim-Team sich nun so manchen Fehlwurf und -pass leistete, erhöhten die Gäste schließlich bis auf 20:26 (48.). Saskia Oppl führte ihre Farben zwar wieder auf 25:26 (56.) heran, doch die Sieben aus dem Ruhrgebiet rettete den knappen Erfolg ins Ziel.

Lüdenscheid: Steinacker (1.-19. und bei einem Siebenmeter), Mewes (ab 19. und bei einem Siebenmeter) – Hofmann (6), Oppl (5/1), Schmale (4), Seckelmann (4), Schmidt (3), Pleuger (3/2), Worobey (1), Eicker, Dalchow, Schnabel, Lukowski, Malcus
Gevelsberg:  Pander, Schneider (n.e.), Krupinski (n.e.) – E. Hark (9/1), N. Haar (7/4), Nicolaßen (5), Hartmann (3), Hanstein (2), Lorkowski (1), J. Hark (1), Simon, Then, Jansen
Schiedsrichter:  M. und P. Schürhoff (Olpe)
Zeitstrafen:  Lüd. 2, Gev./S. 4

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