Die totale Torflaute im Ruhrpott

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Ein Tor in Herne: Alina Dalchow.

Herne - Das Ergebnis spricht für sich: Die Landesliga-Handballerinnen der HSG Lüdenscheid machten gestern Nachmittag gerade einmal elf Tore beim TV Wanne. Die Hernerinnen bekleckerten sich zwar auch nicht gerade mit Ruhm, aber mit einem Schlussspurt sicherten sie sich doch noch einen Sieg mit fünf Toren Vorsprung.

Von Axel Krüger

Vor allem eine Spielerin drückte dem Spiel ihren Stempel auf: Conny Janz, Wannes routinierte Torhüterin, zeigte viele starke Paraden und war auch Chef-Motivatorin ihres Teams. Allerdings konnte sich auch auf der Gegenseite das Zusammenspiel der HSG-Abwehr mit den beiden Torhüterinnen sehen lassen. Die Folge: extremer Tor-Mangel. Die ersten drei Tore resultierten aus verwandelten Siebenmetern, Lukowski markierte nach 10:41 Minuten den ersten Treffer aus dem Spiel heraus. Da stand es 2:2, sieben Minuten später 4:4. Zwischendurch hatte Catalyn Ott zur einzigen Führung für die Sauerländerinnen getroffen.

Bis zur Halbzeit bekamen die Märkerinnen die Wanner Halblinke Leschner nicht mehr in den Griff, Trainer Christian Köster ließ die groß gewachsene Rechtshänderin kurz decken. Dennoch zogen die Gastgeberinnen über 7:5 (25.) auf 9:6 zur Halbzeit davon. An diesem Rückstand hatte die HSG-Sieben im Spiel eins ohne die Rückraum-Stammkräfte Saskia Oppl und Birte Hofmann (gemeinsam auf mehrmonatiger Reise) zu knabbern.

Kein HSG-Tempospiel im Ruhrpott

Nachdem der TVW kurzzeitig auf vier Tore enteilt war (12:8, 38.), gelang zwar mit viel Einsatz gegen die physisch starke TVW-Abwehr das 12:11 durch Lorena Lange (47.). Doch damit hatten die Lüdenscheiderinnen, die gegen das gute TVW-Rücklaufverhalten nicht zum Tempospiel kamen, ihr Pulver verschossen: Passwege wurden zugestellt, Janz parierte zwei Siebenmeter, einen Strafwurf setzte Lukowski an den Pfosten. So brachte der TVW das Spiel zum 16:11 nach Hause.

TVW: Janz, Waldner (n.e.) – Leschner (5), Sczislo (3/2), J. Tolusch (3/3), Peters (2), Bednarek (1), Brand (1), Wedding (1), Jaeger, Piskorz, Trosien, L. Tolusch

HSG: Mewes, Graf (ab 31.) – von Oepen (3/2), Lukowski (2), Dalchow (1), Worobey (1), F. Kaiser (1), Lange (1), Ott (1), Seckelmann (1), K. Kaiser, Lausen, Schmale, Schmidt

Schiedsrichter: Klock (Schalke)

Zeitstrafen: TVW 3, HSG 1

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