Handball-Landesliga (Frauen)

Erstaunliche Wendungen im Derby

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Führte die HSG in der zweiten Hälfte wieder heran: Lorena Lange, die sich hier gegen Franziska Kaiser nicht durchzusetzen weiß.

Lüdenscheid - Die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt bei den Landesliga-Frauen der SG Schalksmühle-Halver. Das Derby bei der HSG Lüdenscheid entschied das Luciano/Pfaffenbach-Team am Dienstagabend 24:21 (15:8) für sich und nahm damit Revanche für die derbe Abreibung im Hinspiel. Die Gastgeberinnen schauten nach den 60 Minuten sichtlich betreten.

Dabei hatte die HSG gut begonnen. Die kurze Deckung gegen Bilaver und viel Verve in den Angriffsaktionen bescherten ein 2:0 und 3:1. Aber es wurde zäher fürs Köster-Team, weil die Durchschlagskraft aus dem Rückraum letztlich doch sehr überschaubar war, die Außen zudem immer wieder an Romina Weigand, der starken Ex-Lüdenscheiderin im SGSH-Tor, scheiterten. 

Bis zum 6:4 durch Otters (16.) schien der Favorit trotzdem auf Kurs – und brach dann komplett ein. Mit jedem Fehlwurf gegen Weigand wurde die HSG unsicherer, deckte (bald im 6:0-System) nicht mehr konsequent, hatte gerade gegen die Außenspielerinnen Kramer und Schriever überhaupt keine Torwartleistung. Aus dem 6:4 wurde ein 6:10 (24.). Otters beendete eine achtminütige HSG-Torflaute, doch die SGSH war nun im Rausch, setzte bis zum Wechsel nach, warf eine 15:8-Führung heraus. 

Das Köster-Team war konsterniert, doch die Pause tat ihm gut. Der Trainer justierte nach, beorderte Lorena Lange auf die Spitze einer 5:1-Abwehr. Das änderte alles. Ähnlich wie die HSG vor dem Wechsel von Minute zu Minute unsicherer geworden war, so erging es nun der SGSH, deren Spielfluss empfindlich gestört war. Viele leichte Ballverluste des Gastes begünstigten viele Gegenstoßtore der SGSH. Nach 44 Minuten stand es 18:18. Es war der Moment, in dem Dominic Luciano die grüne Karte legte und eine Auszeit nahm, gefühlt eigentlich viel zu spät. 

Franziska Schmale, Franziska Lukowski und die HSG gingen im Derby gegen die SGSH um (von links) Steffi Knuth, Sarah Töper und Martina Bilaver in die Knie. Das zweite Derby der Saison ging mit 24:21 an das Luciano/Pfaffenbach-Team.

Doch die Partie sollte die nächste Wendung nehmen, und dies hing auch maßgeblich damit zusammen, dass Christian Köster gegen die zwei Kreisläuferinnen-Variante von der 5:1-Abwehr Abstand nahm und wieder im 6:0-Format decken ließ. Die HSG erzielte noch das 19:18 (Lange, 45.), doch danach kehrte die Partie in den Modus der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit zurück. Die Gäste suchten sich nun wieder geduldig ihre Chancen und fanden sie nun vor allem über den Kreis und Sarah Töper. Die HSG kam gar nicht mehr ins Tempospiel und rieb sich im aufgebauten Angriff auf. Aus dem 19:18 wurde ein 19:22 (52.). Diesen Vorsprung ließ sich die SGSH diesmal nicht mehr nehmen. 

HSG: Seckelmann, Langhammer (ab 40.) – Schäfer (7/1), Lange (3), Worobey (3), Pleuger (3/3), Otters (2), Schmale (2), Dzelili (1), Lukowski, Schmidt, Gruhn, Hein 
SGSH: Weigand, Hempen (bei einem Siebenmeter) – Bilaver (7/4), Kramer (5), Schriever (3), Herzog (3), Töper (3/1), Gillmann (1), Knuth (1), F. Kaiser (1), Dalchow, Schmale
Schiedsrichter: Hartwig/Schlesiger (Hagen)
Zeitstrafen: HSG 3, SGSH 2
Zuschauer: 150

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