Köster-Team 30 Minuten wie im Rausch

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Gute Partie am Kreis: Kim Saskia Malcus.

Lüdenscheid - Eine Halbzeit wie im Rausch, die andere hoffend und bangend, dass es am Ende gut gehen möge – und es ging gut: Die Landesliga-Frauen der HSG Lüdenscheid setzten sich am Sonntagmittag gegen die TSG Sprockhövel 26:23 (19:9) durch und sammelten zwei Punkte ein, die sehr hilfreich sind, Sorgen im Abstiegskampf klein zu halten.

Von Thomas Machatzke

Wie sehr die HSG diesen Sieg unbedingt wollte – das zeigte sie im ersten Durchgang. Engagiert und laufbereit im Abwehrverband, mit viel, viel Tempo in der Vorwärtsbewegung und großer Entschlossenheit in jeder Wurfsituation nahm das HSG-Spiel so viel Fahrt auf wie selten. 6:2 stand es nach sechs Minuten, 15:8 nach 24 Minuten, 19:9 zur Pause. An dem in der Tabelle besser postierten Gast war die Partie komplett vorbeigelaufen. Die HSG mit einer klug Regie führenden Franziska Kaiser und starken Rückraum-Halben Alina Dalchow und Darline Seckelmann hatte ganz weit am oberen Limit gespielt, auch wenn gerade im Abschluss von der rechten Außenseite (vor allem bei Nina Lausen) sogar durchaus noch Wünsche offen blieben.

Halbzeit zwei schien nur noch Formsache – ein Trugschluss. Die TSG trat nun sehr bemüht auf, den Eindruck der ersten Hälfte zu korrigieren. Das Köster-Team war dagegen eine Spur zu sorglos, deckte nicht mehr so konsequent. Was indes noch schlimmer wog – reihenweise scheiterten die HSG-Werferinnen nun an der eingewechselten Ina Thronicker im TSG-Tor. Als Christian Köster nach 44:23 Minuten die grüne Karte legte, war der Vorsprung auf 22:17 zusammengeschmolzen.

Mewes-Paraden auf der Zielgerade

Köster schickte seine Startformation zurück aufs Parkett, doch den Erfolg wechselte er damit nicht wieder ein: Bis auf 23:20 verkürzte der Gast aus dem Ruhrgebiet bis zur 50. Minute weiter. Die Partie hätte nun eine unliebsame Wende nehmen können für die HSG, doch die Tore von Franziska Kaiser und Kim Saskia Malcus zum 25:20 nahmen ein wenig den Druck, zudem parierte die eingewechselte Saskia Mewes mehrfach stark. So retteten die Gastgeberinnen den letzlich viel zu knappen Erfolg über die Zeit. Verdient war der unterm Strich nach den ersten 30 Minuten allemal.

HSG: Steinacker, Mewes (ab 50.) – Seckelmann (6), Dalchow (4), Malcus (4/1), Worobey (3), F. Kaiser (3), Schmidt (2), Hofmann (2), Schmale (1), K. Kaiser (1), Ott, von Oepen, Lausen

TSG: Heidholt, Thronicker (ab 31.) – Schneider (8/2), Ruthenbeck (5/1), Beckendorf (5/3), Weltzien (3), Laura Ascherfeld (1), Bagul (1), Lena Ascherfeld, Valero, Schmidt

Schiedsrichter:  Jung (Ferndorf)/Naeve (Netphen)

Zeitstrafen: HSG 3, TSG 3

Zuschauer: 100

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