Wachsende Ratlosigkeit bei den SGKM-Frauen

+
„Uns fehlen Konstanz und Glück“: SGKM-Coach Ralf Kaschube macht aus der eigenen Ratlosigkeit inzwischen keinen Hehl mehr.

Kierspe - Auch das Gastspiel beim bis dato unmittelbaren Mitstreiter um den Klassenerhalt, TV Wanne 85, bot für die Landesliga-Handballerinnen der SG Kierspe-Meinerzhagen keinen Ausweg aus der sportlichen Misere. 

Von Marcus Kleinhofer

Nach dem 15:20 (6:10) warten die SG-Spielerinnen und ihr Trainer Ralf Kaschube weiter auf den ersten Punktgewinn. Eine Situation, die nach dem katastrophalen Saisonstart allmählich besorgniserregende Dimension annimmt. Denn der Liganeuling aus dem Ruhrgebiet verschaffte sich durch den Erfolg inzwischen vier Punkte Vorsprung auf die SG und stürzte die Volmetaler noch tiefer in die Krise.

„Uns fehlen einfach Konstanz und Glück“, haderte der SG-Trainer nach der jüngsten Niederlage vor allem mit der mangelnden Genauigkeit beim Abschluss. „Da landen etliche sichere Bälle an Latte und Pfosten oder die Torfrau bekommt irgendwie noch die Fingerspitzen an den Ball“, so Kaschube nach dem Spiel und bekannte offen, dass er mit dem Latein am Ende sei angesichts der im Wochentakt wiederkehrenden Umstände.

Sichere Abwehr alleine reicht nicht

Die SG-Abwehr nämlich stand erneut sicher und bot vor allem der gefürchteten Halblinken der Gastgeber, Katrin Leschner, die nötige Gegenwehr, wodurch die eigene Torflaute zumindest bis zum 6:6 (22.) kaschiert werden konnte. Doch auch beim drittschwächsten Angriff der Liga – nur Schwerte/Westhofen und die SG selber trafen weniger – war allein mit einer guten Deckung nichts zu holen. „20 Gegentore sind im Grunde in Ordnung“, meinte der SG-Coach, dessen Team allerdings in dieser Saison die 20-Tore-Marke noch nicht knacken konnte und so erneut als Verlierer vom Feld schlich.

Die erzielten 15 Treffer verteilten sich dieses Mal auf fünf Spielerinnen, wobei fünf der sieben zugesprochenen Siebenmeter verwandelt wurden. Immerhin. All’ dies ist ein neuerlicher Beleg dafür, dass die Last der Verantwortung auf zu wenigen Schultern verteilt ist und die Hauptakteure aus verständlichem Grund nicht über die volle Spielzeit auf konstant hohem Level spielen können. Auch in Wanne kostete ein Durchhänger vor und unmittelbar nach der Pause die Aussicht auf die ersten Punkte und zehrte zusätzlich am sensiblen Nervenkostüm der SG-Protagonistinnen.

Zu allem Überfluss besteht mit Blick auf die nächsten Aufgaben kaum Aussicht auf Besserung. Denn mit Ausnahme des in zwei Wochen anstehenden Derbys bei der HSG Lüdenscheid stehen durchweg Partien gegen Teams aus dem oberen Drittel der Liga an, nach denen das „Kellerduell2 mit der HSG Schwerte Westhofen zum Abschluss der Hinrunde womöglich schon zu spät kommen könnte.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare