Handball-Landesliga der Frauen

Soester TV bestraft nachlässige HSG-Abwehrarbeit

Lüdenscheids Michelle Pleuger warf sich immer wieder in die Bresche, doch auch ihre neun Tore konnten die HSG-Heimniederlage nicht verhindern. Foto: Krüger

Lüdenscheid - Den beiden Frauen-Handball-Landesligisten aus dem märkischen Südkreis ist der Rückrunden-Auftakt misslungen: Die HSG Lüdenscheid unterlag in eigener Halle dem Soester TV 32:38 (17:18), die SG Kierspe-Meinerzhagen trat nach einem 21:29 (11:10) beim TuS Bommern die Heimreise ins Volmetal ohne Punkte an.

Die Lüdenscheiderinnen hatten gegen den Verbandsliga-Absteiger dabei sogar noch den besseren Start erwischt, legten bis Mitte der ersten Hälfte ein 8:5 (14.) vor. Danach zog der STV allerdings das Tempo an: HSG-Fehler wurde von der ersten oder zweiten Welle konsequent bestraft, Mattea Werth und Mariella Schröder schlängelten sich wiederholt durch die Lücken in der Abwehr der Gastgeberinnen, Kreisläuferin Daniela Hakenesch war nicht auszuschalten. Aus der HSG-Führung wurde ein 9:11-Rückstand (20.).

In der Deckung lag auch für Lüdenscheids Trainer Christian Köster „der Hund begraben“: Teilweise ziemlich einfach kamen die Soesterinnen in der Sporthalle am Stadtpark zu weiteren Toren, setzten sich auf 11:15 (23.) ab. Durch das HSG-Team ging kurz vor der Pause noch einmal ein Ruck, Michelle Pleuger führte ihre Farben auf 17:18 heran, Annika Worobey traf noch den Pfosten (30.). Doch diesen Schwung nahmen die Bergstädterinnen nicht mit, der STV erhöhte nach dem Seitenwechsel mit einem 3:0-Lauf auf 17:21 (33.). Zwischenzeitlich holte Lüdenscheid zwar noch auf (30:33, 54.), doch auch das war letztlich ein Strohfeuer.

Neun Kewitsch-Tore für Kierspe in Witten

Die erwartete Niederlage der Frauen der SG Kierspe-Meinerzhagen fiel beim TuS Bommern mit 21:29 (11:10)-Toren etwas zu deutlich aus. Denn nach eigener Halbzeitführung hielt sich die Kaschube-Sieben bis sieben Minuten vor Schluss (22:20 für Bommern, 53.) auf Schlagdistanz zum neuen Tabellendritten. Danach folgte jedoch eine doppelte – und für Ralf Kaschube in beiden Fällen unbegründete – Zeitstrafe für Lisa Hecker und Stephanie Kowitz, was den Wittenerinnen den Weg zum Sieg ebnete. Sechs Gegentreffer in Folge führten zu dem deutlichen Endergebnis, das Kaschube nur mit einem Kopfschütteln über die Referees hinnehmen konnte.

Neben der neunfachen SG-Torschützin Jana Kewitsch konnte sich auch Kristina Semeraro auf Linksaußen mit fünf Toren auszeichnen.

Marcus Kleinhofer/Axel Krüger

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