Handball-Landesliga

TSE: Erst bissig, dann zahnlos

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Sebastian Lohmann (rechts, im Zweikampf mit Timon Schliepkorte) und die TS Evingsen waren im ersten Durchgang extrem gallig und verteidigten gegen den Landesliga-Vizemeister hervorragend. Nach dem Seitenwechsel hatte Volmetal dann mehr Biss. 

Altena - Gegen die ambitionierte Landesliga-Reserve des Drittligisten TuS Volmetal präsentierte sich Underdog TS Evingsen am Samstagabend im ersten Durchgang extrem bissig und spielte seine bislang wohl besten 30 Minuten seit dem Aufstieg, nach der Pause aber biss sich die Turnerschaft gegen den spielstarken Vizemeister die Zähne aus und kassierte beim 25:30 (13:11) ihre erste Heimniederlage.

Zwischen den Pfosten der TSE begann Herbst-Neuzugang Martin Gerstberger, der in Halbzeit eins gleich mehrfach klasse parierte und seinen Vordermännern Sicherheit verlieh. Es war aber nicht nur der Torhüter, der groß auftrumpfte. Im Gegenteil: Die Evingser packten gegen den wurfgewaltigen Rückraum der „Taler“ kompromisslos zu, nahmen punktuell die „Halben“ aus dem Spiel und bereiteten den Gästen nach einem zerfahrenen Beginn (3:3, 5.) erhebliche Probleme. Auch im Angriff war der Aufsteiger auf die offensive 3:2:1-Abwehr der Gäste gut eingestellt. 

Durch das temporeiche Hinterlaufen bzw. Einlaufen von den Außenpositionen erzwang die Turnerschaft Zuordnungsprobleme bei den Volmetalern, die sie nach den ebenso frühen wie fraglichen Roten Karten, die das unter Beobachtung stehende Schiedsrichter-Gespann Diebecker/Wiggeshoff (Menden) gegen Evingsens Csunderlik (14.) und Volmetals Binder (15.) zückte, mehr oder weniger konsequent nutzte. Über 6:4 (21.) und 8:5 (23.) warfen die Burgstädter eine Fünf-Tore-Führung (12:7, 27.) heraus. 

In der Schlussphase des ersten Durchgangs aber verlor die TSE etwas den Faden, verdaddelte nach Auszeit fahrlässig den letzten Angriff und kassierte kurz vor der Sirene den elften Gegentreffer. Statt eines möglichen 14:10 stand nach einer bärenstarken halben Stunde „nur“ ein 13:11 auf der Anzeigetafel. Nach der Pause verteidigte die TSE diesen Vorsprung noch exakt fünf Minuten, dann fand Volmetal gegen die bis dato stark verteidigten Hausherren spielerische Lösungen. 

Beim 16:16 (36.) gelang dem Vizemeister der Ausgleich, eine Minute später war der Spieß endgültig gedreht. TSE-Coach Sascha Schmoll reagierte und brachte Hoinka für Gerstberger, die Abwehr aber wurde löchriger und Volmetal immer stärker. Beim 19:20 (41.) war Evingsen noch auf Tuchfühlung, ehe der Favorit – teils in Überzahl – zum entscheidenden Zwischensprint an- und sich auf 20:25 (51.) absetzte. In dieser Phase scheiterten die Evingser gleich mehrfach an TuS-Keeper Nöckel. Spätestens nach dem 21:27 (53.) war die Luft dann raus.

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