Handball-Landesliga

TSE: Drei Ausfälle wiegen schwer

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Baut nicht nur auf die Heimqualität seines Teams, sondern auch auf den Rückenwind durch die Fans: Sascha Schmoll. 

Altena - Die Staffel 4 der Handball-Landesliga ist keine Spielklasse, die an den beiden ersten Spieltagen mit Handballkrimis gegeizt hätte, im Gegenteil. Eng waren viele Spiele – auch alle bisherigen Partien der TS Evingsen und der HSG Schwerte/Westhofen, die am Samstagabend um 18.30 Uhr in der Sauerlandhalle die Kräfte messen werden.

"Wir haben uns auf einen sehr starken Gegner sehr gut vorbereitet“, sagt TSE-Coach Sascha Schmoll vor dem zweiten TSE-Heimspiel der Saison. Das erste endete vor zwei Wochen gegen Olpe 22:22. Wenn man so will, ist die TSE daheim in der Landesliga noch ungeschlagen. Ein Zustand, an den sich Schmoll gewöhnen könnte. „Klar, wir sind der Außenseiter“, sagt der Trainer, „aber mit unseren Zuschauern im Rücken muss man uns hier erst mal schlagen…“ 

Dass die Schwerter nach dem 24:23-Auswärtssieg beim TuS Wellinghofen und der 28:29-Heimschlappe gegen Eintracht Hagen III nicht gerne nach Altena kommen, hat Schmoll jedenfalls gehört. Welcher Handballer hat schon Lust auf 60 Minuten ohne Harz am Ball? Es könnte ein entscheidender Aspekt sein, wenn es für die TSE laufen soll. 

Personell läuft es jedenfalls schon mal nicht so gut für die Burgstädter. Schmoll bricht das Herzstück der Deckung weg: Christian Lohmann ist beruflich verhindert, Alex Lüling und Robert Csunderlik fehlen aus privaten Gründen. Schmoll ist dennoch guter Dinge. „Wir haben ja einen breiten Kader, jetzt müssen andere in die Bresche springen“, sagt er und ergänzt, ohne ins Detail gehen zu wollen,: „Es gibt da zwei, drei Optionen für den Innenblock…“ 

Wobei mächtig Arbeit auf diesen Innenblock zukommen dürfte. Mit dem für Menden auf höchstem Jugendniveau aktiv gewesenen Toni Mrcela (24), der zuletzt für Hemer in der Oberliga spielte, und dem routinierten Rückkehrer Dominik Thäsler hat die HSG nach dem Seuchenjahr 17/18 im Rückraum wieder mehr Alternativen. Mrcela und Thäsler waren bisher die Haupttorschützen ihrer Mannschaft. Auch der junge Linksaußen Julian Kockskämper (OSC Dortmund II) tut dem Team von Mischa Quass gut.

Apropos Quass: Der Torhüter auf der Schwerter Bank ist einer der letzten Protagonisten der guten Generation des Schwerter Handballs. Die HSG hat gerade ihren 30. Geburtstag gefeiert und an die goldenen Zeiten unter Peter Neuhaus in der 90er-Jahren in der Regionalliga erinnert. Seinerzeit mit Spielern wie Carsten Lueg, Frank Herwig oder Heiko Kresse, die erst später in Schalksmühle spielten. Lang ist’s her. Seinerzeit trennten die HSG und die TSE vier bis fünf Spielklassen. 

Dieser Tage begegnet man sich auf Augenhöhe in der Sauerlandhalle. Zum ersten Mal, und mit völlig offenem Ausgang. „Außenseiter sind wir“, wiederholt Sascha Schmoll, „deshalb kann es wie zuletzt vorkommen, dass ich nachher sage: Das war ein richtiges gutes Spiel von uns, aber es hat trotzdem nicht für einen Sieg gereicht. Aber wir wollen weiter das Maximum herausholen und so irgendwie Punkte sammeln.“ Am liebsten direkt am Samstag gegen Schwerte. 

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