Kiss ragt beim Derbysieg der TS Evingsen gegen die HSG heraus

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Tamas Kiss führte die TS Evingsen am Samstagabend zum Derbysieg gegen die HSG.

Altena - Angeführt von einem herausragenden Regisseur Tamas Kiss haben die Handballer der TS Evingsen im Landesliga-Kellerduell gegen die HSG Lüdenscheid ihre Niederlagenserie beendet und neue Hoffnung im Abstiegskampf geschöpft. Mit 29:26 (13:11) behauptete sich die Turnerschaft in diesem leidenschaftlich geführten Derby und verdarb dem neuen HSG-Coach Stephan Nocke damit den Einstand.

Nach nur zwei Einheiten mit seinem neuen Team war das Derby in der harzfreien Sauerlandhalle für Nocke zwar gewissermaßen ein Sprung ins kalte Wasser, die Handschrift und die Grundidee des 39-jährigen Übungsleiters aber war bereits erkennbar. Im Angriff agierten die Lüdenscheider, die kämpferisch alles in die Waagschale warfen und mit ihrer Bissigkeit auch den mitgereisten Anhang überzeugt haben dürften, mehrfach mit siebtem Feldspieler. Und im Deckungsverbund schaffte es die HSG zumindest über weite Phasen des ersten Durchgangs, die Kreise der linken Evingser Seite mit Brüggendieck und Sebastian Lohmann einzuengen.

Auf der Gegenseite verteidigten auch die Evingser entschlossen und mit schnellen Beinen, gegen Lausens Geschosse aus dem Rückraum aber fand die TSE zunächst kein Mittel. Beim 5:5 (15.) verzeichnete der Lüdenscheider Halblinke bereits seinen dritten Treffer, nach 20 Minuten gingen bereits fünf der bis dato sieben HSG-Tore auf Lausens Konto. Als sich die Gastgeber dann etwas besser auf den HSG-Shooter eingestellt hatten, glichen Gruber mit Doppelschlag und Schmidt nach 3-Tore-Rückstand zum 11:11 (27.) aus. Zu diesem Zeitpunkt hatte Nocke bereits den Torhüter gewechselt und Ferizi, der sich gegen Spelsberg und Richter gleich mit zwei klasse Reflexen prächtig einführte, für den glücklosen Stute gebracht.

Es war die beste Phase der HSG, die es aber gegen den über 60 Minuten gut parierenden TSE-Keeper Hoinka versäumte, erstmals in Führung zu gehen. Stattdessen trafen Sebastian Lohmann und Kiss zur 13:11-Pausenführung für die TSE.

Im Nachgang betrachtet waren die Schlussminuten der ersten Halbzeit ein Knackpunkt des Derbys. Denn die knappe Führung, die sich die Evingser gegen Ende der ersten 30 Minuten herausgeworfen hatten, gaben sie nach dem Seitenwechsel nicht mehr her. Beim 14:13 (34.) war die HSG auf Tuchfühlung, beim 20:16 (42.) sah es fürs Schlusslicht dann schon schlecht aus. Nocke reagierte und nahm die Auszeit, doch trotz Manndeckung gegen Sebastian Lohmann hielten die grimmigen Burgstädter die HSG über 23:19 (50.) und 25:22 (54.) konstant mit drei oder vier Toren auf Distanz.

Als Lausen, der für seinen rechten Arm eigentlich einen Waffenschein benötigt, in Minute 57 dann trotz Fouls von Spelsberg, der mit „Rot“ vom Feld flog, zum 26:23 traf, wäre in Überzahl vielleicht noch was möglich gewesen für die HSG. Doch 21 Sekunden später kassierte Fenner nach einer komplett unnötigen Aktion gegen Kiss eine Zeitstrafe. Der Vorteil der Überzahl war dahin und Kiss besorgte mit seinem zehnten Treffer das vorentscheidende 27:23.

Die HSG ging in den Schlusssequenzen deckungstaktisch zwar „All in“, Hirnschals Tor zum 28:25 aber konterte Sebastian Lohmann postwendend zum 29:25 (59.). Es war die endgültige Entscheidung. Die TSE feierte pünktlich vor ihrer Weihnachtsfeier den Derbysieg. Und bei der HSG leuchtet über Weihnachten die Rote Laterne.

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