Handball, Landesliga

Energischer Schlussspurt bringt HSV den Sieg

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Björn Traumüller war mit acht Treffern bester Torschütze der HSV in Hagen.

Hagen – Gerade noch rechtzeitig hat Handball-Landesligist HSV Plettenberg/Werdohl den Schalter umgelegt: Nachdem die Lennestädter als Gast des VfL Eintracht Hagen III am Samstagnachmittag lange Zeit einem zeitweise deutlichen Rückstand hinterhergelaufen waren, reichte der Henning-Sieben in der Sporthalle Mittelstadt ein energischer Schlussspurt, um einen 27:25 (12:16)-Sieg einzufahren.

Die erste Halbzeit gehörte vor schmaler Kulisse am Bergischen Ring in Hagen aber eindeutig den abstiegsgefährdeten Hausherren. Die HSV schien mit den Gedanken noch überall, aber nicht auf dem Feld, da führte die Eintracht schon mit 6:1 (7.). 

Torhüter Lou Schmidt, Linksaußen Torben Rieke und der flexible Eintracht-Rückraum mit Ex-Regionalliga-Routinier Marc Oberste, dem flinken Jan Roskosch und Eike Weinberg setzten die Akzente – und die HSV schaute fröhlich zu. Der kleine Anhang der Lennestädter, er fühlte sich ein Stück weit an die ersten 30 Minuten des Gastspiels in Voerde erinnert, doch so schlimm wurde es nicht. Zwar änderte sich an der körperlosen Defensivarbeit der Lennestädter nicht viel, doch immer wenn die HSV ins Tempospiel kam, wurde es gefährlich. So hielten Björn Traumüller und Kollegen den Rückstand fortan konstant, beim 12:16 zur Pause war zwar längst nicht alles Gold, was glänzte, doch Stück für Stück bissen sich die Gäste ins Spiel zurück.

Beidseitig schwache Referees

Vorteil für die HSV: Hagens Marc Oberste war schon vor der Pause mit zwei Zeitstrafen belastet, hatte bei der ersten Hinausstellung sogar Glück, dass die beidseitig ganz schwachen Unparteiischen Schwenk/Thamm (SuS Oberaden) nach Gegenstoß-Foul an Scheuermann nicht sogar Rot zückten.

Bis zum 22:18 lagen die Gastgeber, die komplett aus Verstärkungen aus der Verbandsliga-Reserve und der Bundesliga-A-Jugend verzichtet hatten, dennoch vorne, ehe die vielleicht entscheidende Umstellung von HSV-Coach Kai Henning nachhaltig griff. Die 5:1-Abwehr der Gäste mit Leon Kreikebaum auf der Spitze störte nun erheblich den Hagener Spielfluss in der Offensive, hinzu kamen mehrere bisweilen fragwürdige Zeitstrafen gegen die Wojtek-Sieben.

Burzlaff macht alles klar

Diese Gemengelage nutzten die Lennestädter. Beim 22:22 (52.) hatte Dominic Scheerer erstmals überhaupt in dieser Partie ausgeglichen, fünf Minuten später schnupperte die HSV nach Traumüllers Treffer zum 24:26 ernsthaft am Sieg. Zwar verkürzte Weinberg für Hagen noch einmal auf 25:26 und spielte die HSV einen Ball ohne Not ins Aus. Doch nach Kobilinskis Fehlpass und Kai Hennings finaleer Auszeit 14 Sekunden vor Schluss machte Jens Burzlaff vier Sekunden vor dem Ende mit dem umjubelten 27:25 alles klar.

Beste Torschützen: Weinberg (7/2) und Rieke (6) für Hagen sowie Traumüller (8/3), Rose und Lengelsen (je 4) für die HSV.

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