HSG mit langer Ausfallliste nach Hagen

HSG-Spielertrainer Davor Fath macht sich mit einem geschwächten Aufgebot auf den Weg nach Hagen.

LÜDENSCHEID – „Wenn du schon unten stehst, kommt auch noch Pech dazu.“ Die HSG Lüdenscheid kann davon seit dieser Woche ein ganz lautes Lied singen, denn vor dem Gastspiel bei der „Dritten“ des VfL Eintracht Hagen (Sonntag, 15.30 Uhr, Sporthalle Mittelstadt) gehen den Bergstädtern im Abstiegskampf die Kräfte aus.

Falk Baberg fällt mit einem Innenbandriss im Sprunggelenk für vier bis sechs Wochen aus, Routinier Thomas Voss muss aufgrund von Hüftproblemen an der Volme ebenfalls passen, Rechtsaußen Arne Luft weilt noch in Urlaub und schließlich meldeten sich mit Mathias Prumbaum und Stefan Weigt beide Stammtorhüter krank. Angesichts dieser langen Ausfallliste will Linkshänderroutinier Markus Steinhilber trotz lädierter Schulter auf die Zähne beißen und sich in den Dienst der Mannschaft stellen. Zudem hat Trainer Davor Fath wegen der Ausfälle zwischen den Pfosten Routinier Jörn Bahr nach seiner „Babypause“ zum früheren Comeback überreden können, um eine Alternative zu Youngster Marvin Kapp zu haben.

Die Vorzeichen für die erhoffte Wende im Abstiegskampf sind gut eine Woche nach dem Heimdebakel gegen Westfalia Halingen also alles andere als günstig.

Ein Punktgewinn wäre nach sechs Niederlagen in Folge, die der HSG deutlich vor Augen führten, dass der nackte Überlebenskampf in der Liga begonnen hat, allein deshalb wichtig, um auch die um drei Punkte in der Tabelle besser gestellten Hagener nicht aus den Augen zu verlieren.

„Die Mannschaft hat in dieser Woche verbal ordentlich auf die ‘Fresse’ bekommen“, erwartet Michael Mirus als Bindeglied zwischen „Erster“ und „Zweiter“ eine deutliche Reaktion der Spieler. „Sie haben sich in drei Trainingseinheiten voll in die Arbeit gestürzt, auch der letzte hat begriffen, worum es geht. Ich bin sicher, dass wir unabhängig vom Ausgang in Sachen Körpersprache und Einstellung eine ganz andere HSG erleben als gegen Halingen“, appellieren die Verantwortlichen im HSG-Lager vor allem an der Kämpferherz der Bergstädter. „Alle werden sich förmlich zerreißen.“ Ob allein diese Qualitäten zur Trendwende reichen, bleibt angesichts der Ausfälle abzuwarten.Jörg Hellwig

HSG: Bahr, Kapp – Füller, Gruber, Grüger, Beckmann, Steinhilber, Miossec, Paetz, Lausen, Fath, Schneider, Schubert (?)

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