Baberg und Kämmerer ganz stark beim HSG-Auswärtssieg

Aus allen Lagen und auch in höchster Bedrängnis strahlte Lüdenscheids Falk Baberg (2.v.l.) in Hagen Torgefahr aus. Zusammen mit Torwart Marcel Kämmerer machte er den Unterschied.  Foto: Krüger

HAGEN -   Er konnte quer in der Luft liegen, von links und rechts gleichzeitig attackiert werden – Falk Baberg traf und traf und traf. Neun Tore machte der Rückraumspieler der HSG Lüdenscheid am Sonntagvormittag beim Landesligaspiel bei der Drittvertretung des VfL Eintracht Hagen, war damit ebenso wie der vorzügliche Torwart Marcel Kämmerer einer der Garanten des 26:22 (12:8)-Auswärtssiegs der Bergstädter. Beinahe hätte sich der 23-Jährige aber selbst im Weg gestanden.

Minute 40 in der Sporthalle Hagen-Mittelstadt: Pascal Schreiber war beim Stand von 14:17 per Tempogegenstoß auf dem Weg in Richtung HSG-Tor. Baberg näherte sich dem Eintrach-Linksaußen mit ausgestreckten Armen, der ging zu Boden – Siebenmeter und der VfL-Anhang forderte lautstark die rote Karte. Doch das Schiedsrichtergespann Baum/Kobbeloer (Wickede) entschied auf eine Zwei-Minuten-Strafe. „Er hat den Gegenspieler nicht berührt“, sagte Referee Baum nach Spielende bestimmt. Der Versuch sei zwar zu bestrafen, doch dafür sei die Zeitstrafe ausreichend, argumentierte der Unparteiische.

Kämmerer pariert zwe „Marken“

Für die Lüdenscheider war diese Entscheidung ein Segen, denn Baberg machte noch vier Tore nach seiner Rückkehr aufs Parkett, darunter die HSG-Treffer 18 bis 20. Während sich die Gäste auf ihren Rückraumspieler verlassen konnten, verzweifelten die Gastgeber, deren Team sich zu 50 Prozent aus A-Jugendlichen zusammensetzte, am Schlussmann der Märker. Marcel Kämmerer parierte zwei „Marken“ und dazu noch ein halbes Dutzend freier Würfe der Grün-Gelben. Zudem bereitete den Hagenern große Schwierigkeiten, dass der offensiv mit Licht und Schatten agierende Niclas Beckmann ihrem Halblinken Joshua Kreckel keinen Raum zur Entfaltung ließ. So war das VfL-Spiel auf Kreisläufer Nikola Majstrenko und Spielmacher Martin Steinhoff zugeschnitten, die sich immer wieder im Netz der HSG-Abwehr verfingen.

Eintracht beim 19:20 wieder ganz nah dran

Zwar holten die Eintrachtler immer wieder Rückstände auf, machten aus einem 0:2 ein 2:2 (4.), aus einem 4:6 ein 6:6 (15.). Auch die Vier-Tore-Differenz zur Halbzeit steckten die Hausherren weg, waren nach einem zwischenzeitlichen 12:17 (38.) beim 19:20 (51.) wieder ganz nah dran. Doch wer hatte die Antwort parat? Falk Baberg natürlich.

 Axel Krüger

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