Handball-Landesliga

HSG und TS Evingsen beide gerettet

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Ende gut, alles gut: Die HSG Lüdenscheid um den ganz starken Kevin Plate (Nr. 6), der in seinem letzten Spiel für die HSG 14 Tore erzielte und bei seiner Auswechslung eineinhalb Minuten vor dem Ende mit Standing ovations gefeiert wurde, hält die Landesliga.

Dortmund – Der Altkreis Lüdenscheid jubelt mit seinem Landesliga-Duo: Die HSG Lüdenscheid und die TS Evingsen haben in einem Herzschlagfinale den Klassenerhalt geschafft. Unter den zahlreichen Varianten, die man vor dem Saisonfinale hatte berechnen können, trat exakt jene – eigentlich so unwahrscheinliche – ein, die die DJK SG Bösperde selbst im Falle eines Sieges in die Relegation schickte.

Die TS Evingsen (Anwurf 18.30 Uhr) legte am Samstagabend ein 33:27 gegen Menden II vor, Bösperde (Anwurf 19 Uhr) ein 32:19 gegen die bereits abgestiegenen Letmather nach. Die Eintracht-Drittvertretung aus Hagen (Anwurf 19.30 Uhr) führte gegen Olpe bereits 30:27 (54.), so lief vieles darauf hinaus, dass Evingsen und Bösperde im Falle eines Lüdenscheider Sieges in Wellinghofen noch zwei Entscheidungsspiele um den rettenden viertletzten Platz machen müssen. 

Doch Hagen III verlor noch 31:32 gegen Olpe. Damit waren Hagen III, Bösperde und die TSE punktgleich – die Dreier-Tabelle der direkten Vergleiche wies das Trio mit jeweils 4:4 Punkten aus, allerdings die TSE mit +5 Toren, Hagen III mit -2 Treffern und Bösperde mit -3 Toren. So war klar, dass ein Lüdenscheider Sieg in Wellinghofen – die HSG war über Nacht Drittletzter – sowohl Lüdenscheid als auch Evingsen retten würde. Ein HSG-Remis dagegen hätte Evingsen in die Relegation geschickt, eine HSG-Niederlage die HSG. Doch die Lüdenscheider behielten die Nerven, siegten beim Schlusslicht 32:26 und schickten damit Bösperde in die am nächsten Wochenende beginnende Abstiegsrelegation der vier Drittletzten, in der nur der Sieger in der Landesliga verbleibt. 

HSG letztlich souverän zum Sieg in Wellinghofen

Nach ausgeglichenem Beginn (6:6, 10.) setzten sich die Bergstädter, bei denen Niclas Beckmann von Beginn an kurz gedeckt wurde, erstmals bis auf 7:11 ab (15.). Nach 22 Minuten stand es gar 10:17. Das war hauptsächlich Kevin Plate zu verdanken, der im Rückraum variabel die sich bietenden Lücken nutzte, bis zur Pause neunmal traf und auch seine Nebenleute immer wieder einsetzte. 

Ein schlechtes Finale in der ersten Halbzeit ließ die HSG nur eine 19:15-Führung mit in die Pause nehmen. Das Spiel war noch nicht „durch“, wirklich eng wurde es allerdings auch nach der Pause nicht mehr. Bis zur 40. Minute hielt der TuS den Vier-Tore-Rückstand, dann zog die HSG trotz der Roten Karte gegen Julius Hahn (40., grobes Foulspiel) noch einmal an, nach einem 4:0-Lauf zum 28:20 (49.) war die Messe gelesen, durften die Bösperder unter den Zuschauern in Wellinghofen die Hoffnung aufs Vermeiden der Relegation langsam, aber sicher begraben. 

Die Mienen bei Anhängern von HSG und TS Evingsen dagegen wurden immer freundlicher. Am Ende hieß es 32:26 – und damit freut sich der Altkreis Lüdenscheid auf eine Landesliga-Saison 19/20 mit viel Lokalkolorit und Derbys, denn dann werden mit der HSG, der TSE und der HSV Plettenberg/Werdohl drei Mannschaften aus dem märkischen Südkreis dabei sein. keh/TM

HSG: Kämmerer, Müller – Adam (2), Füller (1), Plate (14/7), Beckmann (5), Mühlbauer (3), Ritthaler, Bölling, Bieker, Hahn (1), Broscheit (4), Gruber (2)

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