SGSH II: Punktverlust der unnötigen Sorte

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Fünf Treffer, aber wie viele seiner Kollegen nicht in Bestform: SGSH II-Kapitän Marcel Meisterjahn.

Menden - Im Hinspiel hatte Handball-Landesligist SG Schalksmühle-Halver II gegen Aufsteiger DJK SG Bösperde beim 44:22 noch den höchsten Sieg der laufenden Saison gefeiert, am Samstagabend kam die Pfaffenbach/Herzog-Sieben gegen den Aufsteiger nicht über ein 26:26 (11:14)-Remis hinaus.

"Enttäuschend", nannte Dirk Pfaffenbach sowohl den Auftritt seiner Sieben als auch das Endergebnis, schließlich hatte der Gast nach 51 Minuten noch mit 25:20 geführt. Aber der Reihe nach: Ohne die Urlauber Timo Blumberg, Sven Potberg und Mark Schür sowie kurzfristig auch ohne Alex Trimpop und Nils Leicht - dafür fuhren die Youngster Basti Lux und Julius Wallmann mit in den Nordkreis - fand die SGSH vor allem deshalb nicht ins Match, weil offensiv wenig bis nichts zusammen lief. Ausnahmen bestätigten die Regel: Freddy Hotze, zunächst auf der ungewohnten Rückraumlinks-Position, und "Not-Rechtsaußen" Basti Lux lieferten eine gute Vorstellung ab, konnten aber den 11:14-Pausenrückstand nicht verhindern.

Nach Wiederanpfiff wurde es besser. Nicht wirklich überzeugend, aber es reichte, um die gewiss nicht überragend aufspielenden Gastgeber einzufangen. Mareks Skabeikis im SGSH-Tor steigerte sich zusehends, und auch Justin Wiggershaus fand vorne wie hinten ins Spiel. Beim 14:14 (34.) hatte der junge Kreisläufer bereits ausgeglichen, keine 20 Sekunden später stand die erste SGSH-Führung an diesem Abend überhaupt zu Buche. Torschütze war erneut Justin Wiggershaus.

Als neun Minuten später auch noch Bösperdes Kreisläufer Marcus Hünnes, der bis dato siebenmal getroffen hatte, nach Foul an Robin Güntner "Rot" gesehen hatte, schien alles auf einen Favoritensieg hinauszulaufen. Landwehr, Lux und Wiggershaus erhöhten auf 25:20 für die SGSH, neun Minuten waren da noch zu spielen. Und doch sollte dieser Vorsprung nicht reichen. Allen voran Max Wergen brachte mit Brachialgewalt aus der Distanz die DJK wieder heran, während sich die SGSH erfolglos in defensiven Blockversuchen probierte. So glichen Philipp und Max Wergen zum 26:26 aus, fing sich Marcel Meisterjahn zudem in der Schlussminute wegen Foulspiels eine Rote Karte (ohne Bericht) ein.

Dass die Gäste es 50 Sekunden vor dem Abpfiff trotz Ballbesitzes nicht schafften, eine finale zwingende Situation zu kreieren und stattdessen ins passive Spiel liefen, passte irgendwie zu diesem Abend...

Beste Torschützen: Marcel Meisterjahn und Justin Wiggershaus (je 5) für die SGSH sowie Max Wergen (9) und Marcus Hünnes (7) bei Bösperde.

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