Handball-Landesliga

Niederlage im Kellerduell: HSG beendet Hinserie ohne einen einzigen Sieg

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Eim Kampfspiel war es in Bösperde, aber keines mit gutem Ende für Schlusslicht HSG um Spielmacher Fenner.

Menden – Handball-Landesligist HSG Lüdenscheid beendet die Hinserie nicht nur mit der Roten Laterne, sondern auch mit sieben Punkten Rückstand aufs rettende Ufer. Am Samstagabend verlor die HSG im dritten Spiel unter Trainer Stephan Nocke das Kellerduell bei der DJK SG Bösperde 28:33 (15:14).

Die Niederlage im Nordkreis bei einem alles andere als übermächtigen Gegner war verdient, aber trotzdem unnötig. Beim Gast wechselten Phasen, in denen er sich als kampfstarke Einheit präsentierte, mit kopflosen Phasen ab, in denen viele Bälle viel zu leicht verlorengingen. Gepaart mit Schwächen im Rücklaufverhalten und einem generellen Abwehrproblem war dies zu viel Ballast, um nach einer knappen Pausenführung den ersten Sieg landen zu können.

Stephan Nocke hütete 14 Minuten lang selbst das Tor – ob ohne oder bald mit Manndeckung gegen Max Wergen war die Unterstützung des Teams für den Keeper aber eine überschaubare. Immer wieder tauchte die DJK frei vor Nocke auf. Beim 10:6 nahm Nocke eine Auszeit und machte für Stute Platz. In der Auszeit hatte er seine Schützlinge mit deutlicher, lauter Botschaft geweckt.

Deutliche Ansprache in der ersten Auszeit: HSG-Trainer Stephan Nocke.

Es folgte die beste Phase der HSG: Das Zander-Team wurde nachlässig, die in der Defensive im 5:5 weiter häufig überforderte HSG nutzte das nun zumindest offensiv konsequent. Beckmann, Hahn und Pennekamp drehten die Partie bis zur Pause – nun unterstützt vom 48-jährigen Matthias Skutta auf dem Feld – zum 14:15.

Mal wieder zu spät: Gegen den schnellen Tillmann (10 Tore) sieht auch Niclas Beckmann in dieser Szene nicht gut aus.

Die Pause kam zum falschen Zeitpunkt. Die Gastgeber sammelten sich, legten defensiv wieder zu, machten direkt nach der Pause vier Tore in Folge (18:15) und stellten die Weichen auf Sieg. Beim Gast hatte Niclas Beckmann etwas Pech, ihm pfiffen die Referees nun mehrfach Schrittfehler ab, was zumindest zweifelhaft war. Der beste Lüdenscheider, Julius Hahn (7), brachte sein Team zwar nochmals auf 21:20 heran (43.), doch die grundsätzlichen Probleme im Rückzugsverhalten gegen den schnellen Tillmann und im aufgebauten Angriff im 1:1-Verhalten waren längst nicht gelöst.

Mit neun Treffern (dabei sechs Siebenmeter) bester HSG-Werfer: Sascha Pennekamp.

Als die HSG-Fehlerquote im Angriff wieder höher wurde, zog Bösperde auf 26:20 (50.) davon. Der Gast gab nicht auf, brachte sogar fünf Minuten vor dem Ende noch den angeschlagenen Phil Lausen, doch all das half nicht mehr. Am Ende stand eine 28:33-Niederlage und neuerliche Ernüchterung.

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