35:30-Vorsprung reicht der HSG nicht zum Sieg

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Bester Torschütze der SGSH-Reserve gegen Hagen: Marcel Meisterjahn.

Lüdenscheid/Schalksmühle – Unterm Strich war es ein erfolgreiches Wochenende für das Landesliga-Duo aus dem märkischen Südkreis: Die Reserve der SG Schalksmühle-Halver besiegte am Samstagabend den VfL Eintracht Hagen III 36:15 (18:7). Die HSG Lüdenscheid kam gegen die hoch eingeschätzte Westfalia aus Halingen zu einem 36:36 (19:17)-Remis, durfte damit aber nicht zufrieden sein.

Von Jörg Hellwig und Axel Meyrich

Im Bergstadt-Gymnasium sahen die Zuschauer am Stadtfest-Samstag ein ebenso temporeiches wie dramatisches Spiel, wobei die Abwehrreihen auf beiden Seiten nicht unbedingt einen guten Eindruck hinterließen. Der HSG Lüdenscheid durfte das egal sein – angetrieben von einem ganz starken Benedikt Walter (11 Tore) warfen die Gastgeber schon zur Pause eine knappe Führung heraus und bauten diese bis zum 35:30 (55.). Es sah nach einem sicheren Sieg aus.

Ein solcher wurde es aber nicht. Die Halinger verkürzten bis auf 36:34. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Justus Jaschke markierte das 37. HSG-Tor, das wohl die endgültige Entscheidung bedeutet hätte, die Referees Heidasch/Serafini pfiffen ihm indes einen Schrittfehler ab – eine klare Fehlentscheidung. Halingen verkürzte auf 36:35, Baberg traf 30 Sekunden vor dem Ende nur die Latte. Trotzdem schien eine Kapp-Parade den Sieg zu retten. Neuerlicher Ballbesitz für die HSG, die das Spielgerät in doppelter Unterzahl aber schnell wieder herschenkte – und mit der Schluss-Sekunden traf Dennis Bichmann (13), neben Warland (10) bester Gästeakteur, zum 36:36-Ausgleich und ließ konsternierte Gastgeber zurück.

Hagen nur mit Rumpfteam

Weniger aufregend war der Abend zumindest in Sachen Landesliga-Handball am Schalksmühler Löh. Die Drittvertretung des VfL Eintracht Hagen reist mit neun Aktiven an, darunter zwei Torhüter. All jene, die das Leistungsniveau heben sollen in dieser Mannschaft, fehlten. Und so wurde es eine überaus einseitige Angelegenheit. Mit einer 6:0-Abwehr und einem guten Schür legte die SGSH-Reserve den Grundstein für einen klaren Sieg. 4:1 (5.) und 10:4 (18.) stand es zwischenzeitlich, zur Pause 18:7, nach 34 Minuten bereits 22:8.

Es war eine gute Tempo-Übung für die Pfaffenbach-Schützlinge, die weiter Bälle gewannen und Gegenstoß auf Gegenstoß folgen ließen. Im Tor stand in der zweiten Hälfte längst Marcel Kämmerer. Er hatte den guten Schür abgelöst, der nach einem Kopftreffer von Steinhoff (28.) lange hatte behandelt werden müssen. Kämmerer zeigte indes auch eine Topleistung. Chronistenpflicht: Auf dem Weg zum 36:15-Endstand verabschiedete sich Gerecke beim Gast nach einem Schlag ins Gesicht vom besten SGSH-Schützen Marcel Meisterjahn vorzeitig (rote Karte, 57.). Das indes spielte da längst schon gar keine Rolle mehr.

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