Handball-Kreispokal

HSG Lüdenscheid ohne große Mühe

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Leon Kreikebaum und die gastgebende HSV Plettenberg/Werdohl II konnten dem Turnierfavoriten HSG Lüdenscheid nicht gefährlich werden. Der Landesligist setzte sich am Riesei gegen alle drei A-Kreisligisten durch und qualifizierte sich für das „Final Four.“.

Werdohl - Überraschungen, die sich die drei Handball-Kreisligisten beim Pokal-Halbfinalturnier des Kreises Lenne-Sieg insgeheim erhofft hatten, blieben am Samstag aus. Der klassenhöchste Teilnehmer, Landesligist HSG Lüdenscheid, wurde in der Sporthalle Riesei seiner Favoritenrolle mehr als gerecht.

Der Titelverteidiger sicherte sich mit drei klaren Siegen das Ticket für das „Final Four“. Den Kampf um Rang zwei gewann die SG Attendorn/Ennest. Das war ebenfalls keine Sensation, schließlich führen die Hansestädter derzeit das A-Liga-Klassement an. Sie besiegten die beiden Ligakonkurrenten, gewannen sowohl gegen die gastgebende Zweitvertretung der HSV Plettenberg/Werdohl (18:14) als auch gegen die SG Kierspe-Meinerzhagen (24:18). 

Das Abschneiden der als heimstark geltenden HSV-Zweitvertretung blieb hinter den eigenen Erwartungen zurück, denn selbst gegen die ebenbürtig eingestuften A-Liga-Handballer aus Kierspe-Meinerzhagen reichte es nicht zu etwas Zählbarem. „Attendorn wird wohl der stärkste Gegner sein“, meinte Lüdenscheids Trainer Volker Schnippering, nachdem seine Schützlinge die Begegnungen gegen Plettenberg/Werdohl und Kierspe-Meinerzhagen bereits für sich entschieden hatten. Und er sollte Recht behalten. 

Im letzten Spiel des Turniertages erwies sich der A-Liga-Spitzenreiter als erstaunlich hartnäckiger Widersacher. Bis fünf Minuten nach dem Seitenwechsel boten die Hansestädter Paroli, lagen beim 10:10 noch gleichauf. Innerhalb von nur vier Minuten sorgten Lausen & Co dann für klare Verhältnisse. Lausen, Plate (2), Ahmad und Beckmann trafen zum vorentscheidenden 15:10 (31.). Sie besiegelten damit den Turniersieg für die Bergstädter. 19:13 gewann die HSG auch diese Partie und hielt ihre Weste weiß. Weniger Gegenwehr leisteten der HSG die anderen beiden Kreisligisten.

 „Kierspe-Meinerzhagen ist uns ins offene Messer gelaufen“, bilanzierte Schnippering. Viel zu schnell suchte der zwei Klassen tiefer angesiedelte Herausforderer den Abschluss oder versuchte, den Kreisläufer zu bedienen. Für die gut sortierte HSG-Abwehr ein gefundenes Fressen. Die SG erwischte die Tempo-Flutwelle des Titelverteidigers und ging unter. 15:1 führte Lüdenscheid kurz vor der Pause, Eckert gelang noch das bedeutungslose 2:15 vor dem Seitenwechsel. Anschließend konnte Lüdenscheid einen Gang zurückschalten, ohne in Gefahr zu geraten, das Heft noch aus der Hand zu geben.

„Die HSV machte es besser“, meinte Schnippering. Zwar schloss die Pielhau-Sieben nicht so überhastet ab wie die SG zuvor, ihre Fehlerquote machte es dem Favoriten dennoch zu leicht. Wenn Lausen und Beckmann mit Druck Richtung Tor marschierten, bekam die HSV-Defensive ihre Grenzen aufgezeigt. Es waren aber die unnötigen Fehler, die der HSG einen Sieg im Schongang bescherten. „Uns kam natürlich entgegen, dass wir als klassenhöchster Teilnehmer auch noch in den Genuss regelmäßiger Pausen kamen“, sagte Schnippering mit Blick auf den Spielplan. Nur knapp zehn Minuten lang durfte die HSV von einer Überraschung träumen. Ab dem 5:5 drückte der Gast aus der Bergstadt dann aufs Gas, zog in Windeseile bis zum vorentscheidenden 5:12 weg. 

Ums Prestige beziehungsweise um „Bronze“ kämpften die HSV Plettenberg/Werdohl II und die bis dato ebenfalls punktlose SG Kierspe-Meinerzhagen im vorletzten Spiel des Tages. Offenbar steckten der Pielhau-Sieben die intensiven 40 Minuten gegen Lüdenscheid noch in den Knochen, denn auch diesmal bekam die HSV keinen Zugriff. „Konzentriert euch jetzt mal“, schrie Pielhau Mitte des ersten Durchgangs über das Parkett. Der Weckruf verhallte. Ab der 17. Minute (9:10) verlor die HSV endgültig den Anschluss. Vor allem gegen den technisch versierten SG-Spielmacher Till-Ruben Pudor fanden die Plettenberger und Werdohler kein Mittel. Pudor glänzte als Anspieler und Vollstrecker und trug maßgeblich dazu bei, dass Kierspe-Meinerzhagen schon zur Pause relativ deutlich 14:9 führte. Beim 19:9, acht Minuten später, war die Messe endgültig gelesen. – Die Mannschaftsaufstellungen

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