Handball-Kreispokal

HSG verliert Finale gegen Olpe glatt

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Auch über Platz zwei war das Miniaufgebot der HSG Lüdenscheid von Trainer Volker Schnippering (links) nicht unglücklich, zumal es leckeres Sponsorbier gab.

Olpe - Der letzte Applaus galt den Handballern des TV Olpe in der Kreissporthalle. Denn der Landesliga-Neuling ist neuer Kreispokalsieger im Handballkreis Lenne-Sieg. Beim „Final Four“ in Olpe setzte sich der von Jo Braun trainierte Landesligist mit fast kompletter Besetzung durch. Die HSG Lüdenscheid schaffte als Titelverteidiger zwar mit ihrem Rumpfteam den Sprung ins Finale, mehr aber auch nicht.

Die Gastgeber mussten nur auf Spielführer Thomas Krawitz, Alexander Dröge und Steffen Sauermann verzichten. Im Halbfinale gegen den Bezirksligisten TVE Netphen setzten sie sich 34:19 (18:10) durch und im Finale gegen den Ligakonkurrenten HSG Lüdenscheid 29:25 (17:13). „Die beiden besten Mannschaften mit dem TV Olpe und dem Frauen-Oberligisten TVE Netphen haben das Turnier eindrucksvoll gewonnen“, befand Klaus Krass, der Vorsitzende des Handballkreises Lenne-Sieg. Auch Pokalspielleiter Roland Janson zeigte sich mit dem Verlauf zufrieden. „Überrascht war ich von der HSG Siegtal“, stellte Roland Janson fest, „positiv war: Die gut gefüllte Halle hat für einen würdigen Rahmen gesorgt.“

Halbfinale: TV Olpe – TVE Netphen 34:19 (18:10): Ausrichter TV Olpe setzte sich gegen den Bezirksligisten TVE Netphen mit 34:19 (18:10) klar und deutlich durch. Zu Beginn wehrten sich die Johannländer noch mit allen Kräften, letztlich aber war es eine klare Sache.

HSG Siegtal – HSG Lüdenscheid 20:21 (10:12): Genau wie 2017 ging es in diesem Spiel eng zu. Der B-Kreisligist ließ sich nie richtig abschütteln. Durch Florian Füller (56.) führten die Bergstädter bereits 21:18, doch durch wilden Handball und mangelnde Chancenauswertung des Außenseiters HSG Siegtal entging der Landesligist einem K.o. – nach einer doppelten Zeitstrafe gegen Niclas Beckmann und Calvin Broscheit wussten die von Daniel Friesenhagen trainierten Siegerländer numerische Überlegenheit nicht zu nutzen. Die Lebensversicherung für die HSG war Phil Lausen (12/1), der in diesem Spiel den Unterschied machte. 

Frauen-Endspiel: TuS 09 Drolshagen – TVE Netphen 19:45 (9:20): Hier war der Klassenerhalt unübersehbar. Der Verbandsligist TuS 09 Drolshagen kam für einen Sieg nie in Frage. Für den Tabellenzweiten der Oberliga, TVE Netphen, war der deutliche Sieg nur ein Aufgalopp für das tags darauf erstmals stattfindende Finalturnier des westfälischen Handballverbandes. Die Truppe von TVE Trainer Matthias Hoffmann war nahezu mit voller Kapelle angetreten. TuS: Vosshagen, Harnischmacher – Weider (2), Alissa (1), Merz, Klonek (4/2), Licina (1), Kakuschki (2), Heidbüchel (3), Dornseifer (1), Allebrodt TVE: Schweisfurth, S. Groos – Welsch (9), H. Kania(5/1), Immel (2), Tauras (1), C. Kania (4), Sturm (16/10), A. Groos (6), Vonnahme (2)

Männer-Finale: HSG Lüdenscheid – TV Olpe 25:29 (13:15): „Schadensbegrenzung“, lautete die Zielsetzung von HSG-Trainer Volker Schnippering, „wir sind nicht abgeschossen worden mit unserem Mini-Kader...“ Der neue Pokalsieger TV Olpe lag fast während der gesamten Spielzeit immer mit drei bis vier Toren in Front. Die Gastgeber bekamen in der Anfangsphase des Finales den Lüdenscheider Rückraumschützen Phil Lausen nicht richtig in den Griff. Die beweglichen Lüdenscheider mit Niclas Beckmann, Calvin Broscheit und Kevin Plate sorgten immer wieder für Unruhe im Olper Abwehrblock, hinter dem Torhüter David Mesewinkel der große Rückhalt war und im Laufe des Spieles den Bergstädtern den Nerv zog.

Eine doppelte Zeitstrafe gegen Lenz (33.) nutzte Horri vor 150 Zuschauer in der Kreissporthalle zur 19:14-Führung. Tom Fuhrmann (52.) machte mit dem 27:20 endgültig den Deckel drauf, danach betrieben die Lüdenscheider noch Ergebniskosmetik. „Meine Mannschaft hat über die zwei Spiele mehr gewollt. Die HSG Lüdenscheid war nicht so schlecht, wie sie sich vor Beginn des Turniers gemacht hat“, resümierte der Olper Trainer Jo Braun. Während Ausrichter TV Olpe sich über eine Prämie von 250 Euro freute, gab es für die Bergstädter 150 Euro und für beide Mannschaften für die dritte Halbzeit noch einen Rahmen Pils. Meinolf Wagner

TVO: Mesewinkel, Ben Fuhrmann – Hassine (1), Khemanies (1/1), Horri (8/5), Heinrich, Ohm (2), Tom Fuhrmann (8), Stahl (2), Lajnef (6), Voss (1)
HSG: Ferizi , Kämmerer – Beckmann (2), Gruhn (3), Plate (7), Lausen (7/3), Kedzierski (2), Lenz (1), Broscheit (3)

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