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TuS Grünenbaum schnuppert Höhenluft

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Von: Axel Meyrich

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Handball-Kreisliga: TuS Grünenbaum
Unerwartet wieder spielberechtigt und bester Grünenbaumer Torschütze: Deni Opolcer. © Axel Meyrich

Ungeahnte Höhenflüge bei den Handballern des TuS Grünenbaum: Obwohl die Leistung beim 27:25-Derbysieg über die HSV Plettenberg/Werdohl eine eher mäßige war, führen die „Grünen“ nach sieben absolvierten Spielen die Liga an.

Kreisgebiet - Es bleibt dabei: Das Tabellenbild in der Kreisliga A ist weiterhin krumm. Der neue Liga-Primus, die HSG Lüdenscheid II und die HSG Lennestadt/Würdinghausen haben bereits sieben Partien absolviert, der HTV Littfeld/Eichen erst derer vier. Gleichwohl: Nach der überraschenden Niederlage des TV Olpe II (27:28) in Littfeld war der Boden bereitet für den Grünenbaumer Sprung ganz nach vorne. Und auch im Süden der Tabelle tummelt sich ein Team aus dem Altkreis Lüdenscheid. Die HSV Plettenberg/Werdohl II wartet trotz ordentlicher Leistung im Derby in Halver weiter auf den ersten Punkt.

TuS Grünenbaum/HSV Plettenberg/Werdohl II

Eigentlich hätten die Gastgeber ohne ihren Torjäger Deni Opolcer antreten sollen, doch der Kroate lief an der Mühlenstraße trotz Roter Karte mit Bericht in der Vorwoche auf. Des Rätsels Lösung: TuS-Abteilungsleiter Frank Körbi hatte erfolgreich Einspruch eingelegt, nachdem die Unparteiischen Opolcers Applaus in ihre Richtung als Beleidigung beurteilt hatten. Dieser Auffassung schloss sich die spielleitende Stelle nicht an und stufte die Sanktion zu einer einfachen Roten Karte, also einer Matchstrafe, herab.

Gegen die nur mit einem Auswechselspieler angetretene HSV-Reserve fand der TuS dennoch nur zäh ins Match. Zur Pause führte die HSV keineswegs unverdient mit 12:11. „Das haben die Jungs richtig gut gemacht“, lobte Gäste-Coach Dirk Schulte. Ein Grünenbaumer 5:0-Lauf zu Beginn der zweiten Hälfte gab der Partie dann allerdings eine neue Richtung (17:13). Zwar ließ sich die HSV nicht abschütteln, doch spätestens, nachdem der eingewechselte TuS-Keeper Jan Rafflenbeul nach einem kapitalen Kopftreffer richtig „heiß“ lief, schaukelten die Kreisch-Handballer den mühsamen Sieg nach Hause und feierten anschließend die Tabellenführung.

Top-Torschützen: Deni Opolcer (9/2) und Lukas Brosch (6) für den TuS sowie Jörn Jacoby (8) und Marco Hantke (6/3) bei der HSV II.

HSG Lüdenscheid II

Wenn nicht alles täuscht, war die 28:29-Niederlage der HSG Lüdenscheid II beim TVE Netphen der bittere Karriereausklang von HSG-„Urgestein“ Falk Baberg. Ohne Fremdeinwirkung verdrehte sich der sechsfache Torschütze – nur Adrian Hasenkamp (10/1) traf in der Sporthalle des Gymnasiums Netphen noch häufiger für die Bergstädter – das Knie. Die erste Diagnose, die noch durch eine MRT-Untersuchung verifiziert werden muss, lautet auf Riss des vorderen Kreuzbandes.

Das sportliche Geschehen rückte deshalb für die Pielhau-Sieben in den Hintergrund, wenngleich die Niederlage eine ärgerliche war. „Ein grottenschlechtes Spiel“, befand der Coach, der trotz der 28 Tore so gar nicht einverstanden war mit der Angriffsleistung seiner Mannschaft, die es zudem nicht schaffte, das Kreisläuferspiel des TVE zu unterbinden. So blieb die HSG zum fünften Mal in dieser Saison punktlos.

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