TuS Linscheid nimmt erfolgreich Revanche

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Jubel nach einem verdienten Derbysieg (von links): TuS-Trainer Kai Holzrichter, Markus Lausberg, Jan Krägeloh, Matthias Wiegand und Marcel Gärtner.

Schalksmühle - Revanche gelungen: Nach der 17:32-Pleite im Hinspiel drehten die Kreisliga-A-Handballer des TuS Linscheid/Heedfeld am Samstagabend den Spieß im zweiten Derby gegen die SG Schalksmühle-Halver III erfolgreich um. Mit 27:22 (15:11) behauptete sich die Holzrichter-Sieben vor rund 100 Zuschauern am Schalksmühler absolut verdient. Die SGSH III beendet die Saison dennoch als Tabellendritter, der TuS zwei Punkte dahinter auf Rang vier.

Von Axel Meyrich

Es war ein Duell der höchst unterschiedlichen Abwehrsysteme, das sich beide Teams lieferten – und die wesentlich offensiver orientierte Linscheider Variante griff an diesem Tag besser. SGSH-Trainer Dominic Luciano hatte seinem Team, das ohne den zur HSG Lüdenscheid II wechselnden Dominic Wüllner angetreten war, ein 6:0-System verordnet, während Kai Holzrichter auf eine 3:2:1-Aufstellung setzte, die phasenweise fast an ein 3:3-System erinnerte. Das war an diesem Tag die eindeutig bessere Wahl.

Duell der unterschiedlichen Systeme

Denn: Vor allem Jan Krägeloh und Kai Klung tobten sich auf Linscheider Seite gegen zu passive „Gäste“ weidlich aus, später reihte sich auch Markus Lausberg ein. 4:0, 5:1 und 10:5 hieß es so rasch aus Sicht des TuS, der noch einen Vorteil auf seiner Seite wusste: Keeper Marcel Gärtner war vom Start weg im Match, während sein Gegenüber Dhani Wernscheid kaum einen Ball zu fassen bekam. Die beste Phase der SGSH dann nach Dominic Lucianos Auszeit in Minute 19. Aus besagtem 5:10 machten Wiggershaus (2), Weichelt und L. Kückelhaus kurzfristig ein 9:11. Die Wende? – Nein. Kai Holzrichter nahm seinerseits eine Auszeit, bis zur Pause lag der TuS mit 15:11 vorne. Die frühe Entscheidung dann unmittelbar nach Wiederanpfiff der nicht immer sicheren Unparteiischen Pleuger/Worobey, die eine Unmenge an Schrittfehlern zuließen, allerdings kein Team entscheidend benachteiligten: Gegen eine im Tiefschlaf befindliche SGSH setzte TuS-Youngster Kevin Plate zur „One-Man-Show“ an:

Schrittfehler in rauen Mengen

Vier Treffer binnen vier Minuten markierte der schnelle Linksaußen zum 19:11 (34.). Damit war ein Vorsprung erreicht, den sich die Hausherren nicht mehr nehmen ließen – auch deshalb, weil die SGSH in Sachen Körpersprache zu keinem Zeitpunkt mehr den Eindruck vermittelte, tatsächlich noch an ein kleines „Handball-Wunder“ zu glauben. Lediglich ein wenig Ergebniskosmetik und ein spektakuläres Rückhandtor per Gegenstoß durch Nils Kückelhaus zum Endstand gelangen noch.

TuS: Gärtner (1.-55.), Dolle 55.-60. und bei drei 7m) – Lausberg (6), Nagel, Klung (6), Wiegand, De Bie (1), Mrdja (1), Krägeloh (7), Rittinghaus, Plate (6/1), J. Holzrichter (n.e.)

SGSH III: Wernscheid (1.-21.), Buyna (21.-42.), Engels (42.-60.) – Wischnewski (3), Fritz (2/1), Wiggershaus (5), L. Kückelhaus (3), Lux (1), Weichelt (2), Kahlert, Ciszewicz (4), N. Kückelhaus (2), Ondrej, Faust

Schiedsrichterinnen: Pleuger/Worobey (Lüdenscheid)

Zeitstrafen: TuS 1, SGSH 2

Zuschauer: 100

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