Kreis Lenne-Sieg hilft den Vereinen

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Freut sich für die Vereine: Roland Janson.

Kreisgebiet - Der Handballkreis Lenne-Sieg lässt sich die Einführung des elektronischen Spielberichts etwas kosten: Der Kreisvorstand beschloss in der vergangenen Woche bei der konstituierenden Vorstandssitzung in Olpe einen Zuschuss von 300 Euro für die Anschaffung von Hardware pro betroffenener Mannschaft.

Der Betrag ist allerdings auf höchstens 600 Euro pro Verein gedeckelt. Eine Selbstverständlichkeit ist diese Hilfe für die Vereine keineswegs: „Der Kreis Lenne-Sieg ist der einzige Kreis, der einen Zuschuss gewährt“, sagt Männerspielwart Roland Janson (Altena), „ich habe dies noch in keinem anderen Kreis in Westfalen so angetroffen.“

Im Kreis Lenne-Sieg war indes noch unter dem 1. Vorsitzenden Hilmar Schöler ein Beschluss für die Zukunft gefasst worden: An Stelle der Bezuschussung der Jugendarbeit, die bis dahin von Überschüssen bestritten worden war, hatte der Vorstand bereits vor geraumer Zeit entschieden, Rücklagen für die technischen Neuerungen zu bilden. In der ersten Stufe wird der Kreis nun rund 4000 Euro für diesen Zweck verwenden. Betroffen sind 13 Teams, die den Zuschuss erhalten. Erste Stufe bedeutet: Ab der neuen Saison wird der elektronische Spielbericht für die Ober-, Verbands- und Landesliga bei Männern und Frauen eingeführt, außerdem für die A-Jugend-Bundesliga und A-Jugend-Oberliga.

Das Ende der Fahnenstange ist damit allerdings noch nicht erreicht. „Die Spielordnung des DHB sieht vor, dass der elektronische Spielbericht bis 2018 für alle Spielklassen zur Pflicht werden soll“, sagt Janson. Der Kreis hat die Kosten durchkalkuliert. Insgesamt wird die Bezuschussung der neuen Laptops für die Vereine den Kreis bis dahin rund 18 000 Euro kosten. „Diese Rücklagen sind da“, sagt Janson.

Noch ein ESB-Lehrgang in Schalksmühle?

Während die Zuschüsse nun von den entsprechenden Vereinen beim Kreiskassierer Thomas Noelle (LTV 61) beantragt werden müssen (Formular auf der Internetseite des Kreises), wird die Arbeit mit der neuen Software konkret: An den nächsten beiden Samstagen (15. und 22. August) finden an der Realschule am Schießberg in Siegen-Geisweid zwei Schulungstage für Zeitnehmer und Sekretäre statt. Referent bei den Schulungen ist mit Bernd Steinebach kein Geringerer als der Schiedsrichterwart des HV Westfalen selbst. Steinebach ist als Drittliga-Zeitnehmer bestens mit dem ESB vertraut.

Roland Janson kündigt allerdings überdies an, dass ein zusätzlicher Schulungstermin in der Schalksmühler Jahnhalle noch dazukommen soll. Ein solcher ist ihm von den entsprechenden Verantwortlichen im HV Westfalen zugesagt worden für den Fall, dass genügend Interessanten für einen Lehrgang zusammenkommen. Die Zeit drängt dabei durchaus: Am ersten September-Wochenende beginnt im HV Westfalen die Spielzeit. Dann werden in den Sporthallen geschulte Sekretäre die Laptops bedienen, ein elektronisches Spielprotokoll erstellen müssen.

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