Handball-Kreisliga A

"Eine attraktive Perspektive bieten"

"In erster Linie sehe ich den TLH auch in fünf Jahren im Breitensport zuhause. In welcher Liga, kann ich nicht sagen. Es bleibt unsere Aufgabe, Spielern eine attraktive Perspektive zu geben und dadurch den Handballsport im Höhengebiet beim TLH aufrecht halten zu können", sagt Jens Steinbeck

Schalksmühle - Die aktuelle Tabelle der Handball-Kreisliga A werden sich Spieler und Verantwortliche des TuS Linscheid-Heedfeld gerne an den Christbaum hängen. Als Spitzenreiter gehen die Schalksmühler Höhengebietler ins Jahr 2019 – mit zehn Siegen und nur zwei Niederlagen auf ihrem Konto.

Axel Meyrich sprach mit TuS-Abteilungsleiter Jens Steinbeck über die aktuelle Situation und die Perspektiven der blau-weißen Handballer.

Jens Steinbeck, der TuS Linscheid-Heedfeld geht kurz vor Hinrundenende als Tabellenführer in die Winterpause der Kreisliga A. Was sind aus Ihrer Sicht die Gründe für diese starke Bilanz mit nur zwei Niederlagen und 20:4 Punkten? 

Jens Steinbeck: Aus heutiger Sicht, dass der Kader der Vorsaison dem Verein das Vertrauen geschenkt hat und nahezu komplett geblieben ist. Hinzu kommt, dass wir durch unsere Neuzugänge breiter aufgestellt sind. Eine zusätzliche Stärke ist sicher unser neu entdecktes Tempospiel, was in dieser Saison oft zu einfachen Toren führt. 

Ihr Trainer Heiko Fischer hat selbstbewusst den Aufstieg als Saisonziel ausgegeben. Welchen Anteil hat der Trainer am aktuellen Erfolg der Mannschaft, was zeichnet seine Arbeit aus?
Steinbeck: Heiko ist für uns ja ein alter Bekannter. Man merkt ihm seine Erfahrung als Trainer an, was für die junge Mannschaft und das gesamte Umfeld ein großer Vorteil ist. Hinzu kommt, dass Heiko bei uns nahezu alle Freiheiten und den entsprechenden Respekt genießt. Das ist die Basis für eine sehr gute Zusammenarbeit. Seinen Ehrgeiz hat er von der ersten Minute an beim Training vermitteln können. Auch durch anfangs geringere Trainingsbeteiligung, bedingt durch einen dünnen Kader, hat er sich nicht abschrecken lassen. Heiko wird von der Mannschaft akzeptiert und hat durch die Neuzugänge schnell eine sehr gute Mannschaft geformt. Diese muss nun weiter entwickelt werden. 

Wen sehen Sie als ärgste Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg? 

Steinbeck: Auch wenn es oben aktuell sehr eng ist, stufe ich die SGSH III als ärgsten Konkurrenten ein. 

Einmal angenommen, der Sprung in die Bezirksliga klappt: Wo sehen Sie den TuS in fünf Jahren? 

Steinbeck: In erster Linie sehe ich den TLH auch in fünf Jahren im Breitensport zuhause. In welcher Liga, kann ich nicht sagen. Es bleibt unsere Aufgabe, Spielern eine attraktive Perspektive zu geben und dadurch den Handballsport im Höhengebiet beim TLH aufrecht halten zu können. 

Über die SGSH Juniors hat der TuS Linscheid-Heedfeld lange Jahre erfolgreich mit der SG Schalksmühle-Halver kooperiert, die den Vertrag zum Saisonende gekündigt hat. Wie stellen sich die TuS-Handballer ab Frühjahr nächsten Jahres in der Nachwuchsarbeit auf? 

Steinbeck: Sicherlich werden die ersten Anstrengungen in die Richtung Handball-Minis und F-Jugend gehen. Es werden Gespräche mit Trainern geführt, entsprechende Hallenzeiten sind bereits reserviert – darauf liegt der Fokus. Wir sehen aber auch den Bedarf an Förderung, die nicht an den Handball gebunden ist. Es soll ein ganzheitliches Konzept erstellt werden, in dem jedes Kind seinen Fähigkeiten entsprechend den Weg in die sportliche Entwicklung finden kann. Wir praktizieren das ja schon seit Jahren in unseren Kindersportgruppen, die im übrigen hervorragende Arbeit für den Nachwuchs leisten. 

Sind bei der Nachwuchsarbeit aufgrund der demografischen Situation Kooperationen denkbar? Zum Beispiel mit der HSG Lüdenscheid oder dem TuS Grünenbaum? 

Steinbeck: Die Frage ist doch, was passiert, wenn man sich nicht arrangiert. Die Vereine im territorialen Umfeld werden sich alle gemeinsam diese Frage stellen müssen. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man immer mit den Nachbarvereinen reden sollte und bin da stets offen. Alle Vereine haben letztlich dasselbe Ziel, nämlich den Handballsport weiter zu fördern. 

Wenn Sie zum Weihnachtsfest drei Wünsche für Ihre Handball-Abteilung frei hätten – wie würden diese lauten? 

Steinbeck: Eine verletzungsfreie Rückrunde unserer beiden Mannschaften, einen guten Start für unsere Nachwuchsabteilung und der Aufstieg der 1. Mannschaft in die Bezirksliga. 

Jens Steinbeck, vielen Dank für das Gespräch!

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