Beckmann beerbt Schlippe als Männer-Chef

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Das neue HSG-Vorstandsteam (von rechts): Sprecher Sören Miossec, Reinhard Grünefeld, Björn Wette, Niclas Beckmann, Sabine Kutzehr, Peter Vormann, Falko Jacob und Ralf Jurka.

LÜDENSCHEID -  Verrückte Situation bei der HSG Lüdenscheid: Der einzig reine Handball-Club der Kreisstadt verjüngt weiter konsequent seinen Vorstand, hat aber ausgerechnet im Nachwuchsbereich ein Führungsproblem.

Das ist Resultat der Jahreshauptversammlung des Vereins am Sonntagvormittag in den Räumen des Schneckenhauses der Turbo-Schnecken Lüdenscheid. Nach dem einstimmig wiedergewählten Vorstandssprecher und Geschäftsführer Sören Miossec übernimmt ein zweiter aktiver Handballer Verantwortung in der Führungsetage der Bergstädter. Niclas Beckmann, aktuell zwar in Dortmund wohnend, arbeitend und beim HSG-Ligarivalen TuS Wellinghofen spielend, aber von ganzem Herzen HSGer, bleibt seinem Stammverein eng verbunden, kandidierte für die Nachfolge von Ralf Schlippe. Der stand aufgrund beruflicher Belastung nicht noch einmal für das Amt des Männerabteilungsleiters zur Verfügung und war mit Dank für seine geleistete Arbeit verabschiedet worden. Beckmann wurde erwartungsgemäß zu seinem Nachfolger gewählt, sein neuer Stellvertreter ist Björn Wette, als Zeitnehmer und „Mädchen für alles“ bei den „Ruhmreichen“ (HSG III) längst erprobt. Vorgänger Reinhard Grünefeld wurde von den beiden Abteilungsleitern zum neuen sportlichen Leiter der HSG-Herren ernannt.

Ansonsten stehen die bisherigen Amtsinhaber weiterhin für die Aufgaben im HSG-Vorstand zur Verfügung: Ralf Jurka als erster Damenwart, Falko Jacob fungiert auch in Zukunft als dessen Stellvertreter, die Finanzen bleiben in Händen von Sabine Kutzehr und Peter Vormann (Stellvertreter).

Nur die Jugendabteilung bereitet der HSG Kummer: Michael Mühlbauer, der das Amt des Jugendleiters kommissarisch ausgeübt hatte, steht aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Ein neuer Jugendleiter ließ sich trotz umfangreicher Gespräche im Vorfeld der Versammlung nicht finden, obwohl reibungslose organisatorische Abläufe nach wie vor von Andreas Nozulak gewährleistet werden. Immerhin fand sich mit Spielerin Annika Worobey eine Jugendtrainerin und Schiedsrichterin bereit, künftig auch Aufgaben im Nachwuchsbereich zu übernehmen, aber nicht allein für die Abteilung in den Vorstand zu gehen. Da es weitere Interessenten für eine Mitarbeit gibt, will die Klubführung analog zur „Arbeitsgemeinschaft Sponsoring“, die sich um vorhandene und potenzielle finanzielle Unterstützer der HSG kümmert, künftig ein Jugendkompetenzteam bilden. „Mit unserer Unterstützung soll es sich um die Belange der Nachwuchsarbeit kümmern“, sagt Ralf Jurka aus dem Seniorenvorstand, der mittelfristig darauf hofft, dass aus diesem Gremium dann auch ein neuer Jugend-Abteilungsleiter herauswachsen könnte.

Die Sorge um die ohnehin geschrumpfte Nachwuchsabteilung war freilich die einzige große „Baustelle“ der Lüdenscheider Handballer anlässlich der von Vorstandssprecher Sören Miosec zügig abgewickelten Versammlung.

Umfangreiche Berichte aus der Herren- und Damenabteilung hatten das Mitgliedertreffen im Bräucken eröffnet, der Jahres-Kassenbericht von Sabine Kutzehr unterm Strich sogar ein leichtes Plus für den Verein ausgewiesen und damit den Weg freigemacht zur Vorstandsentlastung und den besagten Neuwahlen. - MKi/rj/jig

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