Gutes Ergebnis, aber zu viele Fehler

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Nicht immer zufrieden trotz eines respektablen Ergebnisses beim Zweitligisten TV Hüttenberg: SGSH-Trainer Mathias Grasediek.

Schalksmühle - Das Endergebnis an sich klingt durchaus respektabel, doch ein zufriedener Trainer sieht ganz sicher anders aus. "Nein", sagte Mathias Grasediek nach der 26:31 (12:15)-Niederlage der SG Schalksmühle-Halver beim Zweitligisten TV Hüttenberg am frühen Samstagabend, "zufrieden kann ich mit diesem Ergebnis nicht sein."

Was überkritisch klingen mochte, hatte viele sehr begründete Ansatzpunkte. Der wichtigste: Über 60 Minuten lang fabrizierte die SGSH im Hessischen zu viele Fehler, vergab so bisweilen leichtfertig ein wesentlich besseres Ergebnis. Nach einer Trainingseinheit am Samstagvormittag und anschließendem Essen im Mannschaftskreis hatten beide etatmäßigen Linksaußen gar nicht erst die Reise auf der Autobahn 45 in Richtung Süden angetreten. Daniel Krüger laboriert an einem Muskelfaserriss in der Wade, Tobias Fleischhauer an einer Fersenprellung.

Ohne "echten" Linksaußen

So startete Florian Diehl auf der Linksaußenposition, musste nach rund 20 Minuten mit einer verhärteten Wade aber ebenfalls passen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Sauerländer eine ganz schwache Startphase mit zum Teil kapitalen Aussetzern von Feldmann, Luciano und Mayer bereits halbwegs überstanden und nach dem raschen 2:5 (7.) nicht mehr weiter abreißen lassen. Ein engagierter Mateusz Rydz, ein treffsicherer Achim Jansen und ein sich Stück für Stück steigernder Mareks Skabeikis im Tor waren die Garanten dafür, dass der Zweitligist, der im Rückraumlinken Alois Mraz, Kreisläufer Moritz Lambrecht oder dem der SGSH noch bestens bekannten Ex-Vareler Petar Bubalo zweifelsohne die besseren Einzelkönner in seinen Reihen wusste, sich nicht weiter absetzte.

Zwei vergebene Siebenmeter

Beim 3-Tore-Rückstand blieb es auch nach Wiederanpfiff, dann leisteten sich Jacek Wardzinski und Julian Mayer zwei vergebene Siebenmeter in kurzer Folge, verlor die SGSH eine eigene numerische Überzahl mit 1:2-Toren. Anstatt auf Tuchfühlung heranzukommen, hieß es kurze Zeit später  24:18 (47.) zugunsten aggressiv deckender Mittelhessen.

Auch in der Schlussphase wechselten bei der SGSH immer wieder richtig gute Aktionen mit weniger gedankenschnellen Phasen ab, so dass trotz Skabeikis' Siebenmeterparade in der Schlusssekunde nach dem Abpfiff eher Erschöpfung denn Zufriedenheit dominierte, die im Rahmen eines Mannschaftsabends in Dortmund aber sukzessive verflog.

SGSH: Skabeikis, Kämmerer (n.e.) - Feldmann, Mayer (4), Oberste (2), Dmytruszynski (3), Diehl (1), Müller (3), Buff (2), Luciano (1), Jansen (6/2), Wardzinski (1), Pfaffenbach, Rydz (3)

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