Handball-Landesliga

HSG Lüdenscheid und Stephan Nocke gehen getrennte Wege

Handball: HSG Lüdenscheid Stephan Nocke
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Stephan Nocke ist ab sofort nicht mehr Trainer des Handball-Landesligisten HSG Lüdenscheid. Die Gespräche mit einem möglichen Nachfolger laufen bereits.

Paukenschlag beim heimischen Handball-Landesligisten HSG Lüdenscheid: Die Bergstädter und ihr Trainer Stephan Nocke gehen ab sofort getrennte Wege.

Lüdenscheid - Interimsweise übernimmt Arnd Pielhau als Coach der Reserve die Trainingsleitung. Parallel dazu hat Felix Kroll, Herren-Abteilungsleiter und Sportlicher Leiter, aber bereits die Gespräche mit einem möglichen Nachfolger Nockes geführt.

Bei den Gründen für die durchaus überraschende Trennung wollte Kroll am Dienstag nicht tief ins Detail gehen. Am Donnerstag vergangener Woche hatte der HSG-Vorstand in Person von Felix Kroll, dessen Stellvertreter Matthias Skutta und Team-Manager Michael Mirus mit Stephan Nocke ein „sehr offenes Gespräch“ (O-Ton Kroll) geführt. Tenor der Runde war eine beidseitige Bedenkzeit über das Wochenende, am Ende des Prozesses stand dann die Trennung in beiderseitigem Einvernehmen. „Aufwand und Ertrag haben am Ende nicht mehr übereingestimmt“, formulierte es Felix Kroll am Dienstag. Das gelte sowohl für die Sichtweise Stephan Nockes als auch für den HSG-Vorstand, dessen Blick sich vor allem auf die Entwicklung der Mannschaft richte.

Kroll: „Unterschiedliche Sichtweisen“

Begonnen hatte Stephan Nocke seine Trainertätigkeit in der Bergstadt Ende 2019. Große Teile seiner Amtszeit fielen zusammen mit der Corona-Pandemie, ein normaler Trainings- und Meisterschaftsbetrieb über einen längeren Zeitraum war kaum möglich. Bereits vor einigen Monaten hatte Nocke zwischen den Zeilen durchblicken lassen, dass er zum Beispiel mit der Trainingsbeteiligung während der Pandemie nicht zufrieden sei. „Wir hatten in einigen Bereichen unterschiedliche Sichtweisen“, sagt auch Felix Kroll, „aber wir machen jetzt einen Haken dran und schauen nach vorne.“

Kein Grund für die Trennung, so Kroll, sei die Mehrfachbelastung Nockes, der parallel zu seinem Engagement in Lüdenscheid auch die Frauen des TV Halingen betreut und als Torwarttrainer beim Frauen-Bundesligisten HSG Bad Wildungen Vipers fungiert. „Nein, das hat keine Rolle gespielt“, so Kroll, „unser Standpunkt war, dass Stephan hier beim Training und Spiel sein muss. Das hat er eingehalten.“

Die Gespräche mit dem potenziellen Nachfolger laufen bereits. Um einen Namen zu nennen, sei es zwar noch zu früh, gleichwohl berichtet Felix Kroll von „einem sehr sympathischen Erstkontakt. Wir liegen auf einer Wellenlänge.“

Bis diese Personalie „festgezurrt“ ist, hat Reserve-Coach Arnd Pielhau die Verantwortung für die 1. Mannschaft übernommen. Pielhau stand bereits mit dem Landesliga-Kader zur Trainingseinheit in der Halle und wird auch den für Samstag terminierten Trainingstag in der BGL-Sporthalle leiten. In diesem Rahmen absolviert die HSG auch ein Testspiel gegen die HSG Hohenlimburg. Anwurf ist um 15.30 Uhr.

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