Zwei Punkte Lohn für zähes Ringen

Buchstäblich bis zur letzten Sekunde mussten Kim-Saskia Malcus (links), Janina Druskus (rechts) und die HSG-Frauen kämpfen. Foto: Krüger

Lüdenscheid - Vor der Partie hatte Christian Köster tiefgestapelt, die TSG Sprockhövel (zuvor 7:1-Punkte im Kalenderjahr 2016) auf den Favoritenschild gehoben. Entsprechend groß war der Jubel bei den von Köster trainierten Landesliga-Handballerinnen der HSG Lüdenscheid, als Mara Schnabel mit ihrem Tor in letzter Sekunde den 28:26 (14:13)-Heimsieg der Bergstädterinnen sicherstellte. Mit einer starken Teamleistung hatten sie sich diesen Erfolg und den damit verbundenen Sprung auf Tabellenplatz vier verdient.

Zwar gelang es den Gastgeberinnen nicht, die Sprockhöveler Rückraum-Spielerinnen Jennifer Böhmer und Simone Weltzien auszuschalten – die 48-jährige Weltzien nahm sich nur kurze Pausen – aber dafür war die HSG in der Breite einfach gefährlicher als die Gäste, machten dadurch wett, dass so manche Chance ausgelassen wurde von Michelle Pleuger, Carolin Steinbrück und anderen. Torhüterin Saskia Mewes und Linksaußen Franziska Schmale hatten zum Beispiel großen Anteil daran, dass aus einem 1:2-Rückstand (4.) erst ein 3:2 (6.) und später sogar ein 10:5 (17.) wurde.

TSG-Trainer Dino Midic reagierte mit Manndeckung gegen Lüdenscheids Spielmacherin Annika Worobey – eine Maßnahme, die für reichlich Sand im HSG-Getriebe sorgte. Sprockhövel glich zum 12:12 aus (28.), die Gastgeberinnen legten dank zweier Tempogegenstöße wieder auf 14:12 vor, ehe Weltzien nach der Sirene noch per Freiwurf traf.

Auch in Durchgang zwei blieb es umkämpft, mal legte die Kreisstädterinnen vor wie beim 16:14 (36.), einmal war Sprockhövel noch in Front beim 17:18 (44.). Auch Janina Druskus’ Tor zum 24:21 (53.) brachte nicht die Entscheidung – die fiel erst ganz spät durch Mara Schnabel.

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