HSG Lüdenscheid: Abteilungsleiter Beckmann "tiefenentspannt"

Der Baum brennt nicht

Noch „tiefenentspannt“: Abteilungsleiter und Rückraumspieler Niclas Beckmann.

Lüdenscheid - 4:12-Punkte, aktuell auf einem Abstiegsplatz: So hatte sich die HSG Lüdenscheid das knappe erste Saisondrittel überhaupt nicht vorgestellt. Abteilungsleiter und Rückraumspieler Niclas Beckmann beantwortet Fragen von Sportredakteur Jörg Hellwig.

Brennt bei euch nach dem Fehlstart jetzt der Baum? 

Beckmann: Nein, der Baum brennt nicht, wir alle sind natürlich in ‘gewarnter Achtung’. Aber insgesamt sind Stimmung und Moral noch zu gut. Ich persönlich bin sogar noch tiefenentspannt, auch wenn wir wissen, dass wir einiges ändern müssen. Dazu tagt die Mannschaft ebenso intern in dieser Woche, wie auch ich mich nochmals mit Trainer Friedhelm Ziel zusammensetzen werde. 

Der Coach hat zuletzt die schwache Trainingsbeteiligung stark kritisiert und mangelnde Unterstützung im Verein für die „Erste“ beklagt, hat er damit recht? 

Beckmann: Natürlich, völlig zu Recht. Das war in diesem Maß so wohl nicht absehbar, ist aber durch berufliche Verpflichtungen weder kurz- noch mittelfristig zu ändern. Ich persönlich war vielleicht etwas zu naiv, weil ich sicher war, wir könnten Ausfälle im Trainingsbetrieb durch große Unterstützung aus zweiter Mannschaft und A-Junioren weitgehend kompensieren, das ist aber so nicht der Fall. Und damit müssen wir auch für die Restsaison leben. Erst in der neuen Saison können wir daran gehen, unseren Kader dahingehend umzubesetzen, dass Spieler zur Verfügung stehen, die trotz ihres Berufes wesentlich öfters zu den Trainingszeiten zur Verfügung stehen. 

Was kann die HSG kurzfristig ändern? 

Beckmann: Friedhelm Ziel hat zweifellos ein hohes Standing bei jedem einzelnen Spieler, aber er hat auch anspruchsvolle Ziele formuliert und eine anspruchsvolle Struktur für uns erarbeitet. Da müssen wir angesichts der erzwungen schwachen Trainingsbeteiligung und der Tatsache, dass unsere Spielmacher Julius Hahn verletzungsbedingt und Marcel Fenner, der urlaubsbedingt häufig fehlte, nur eingeschränkt zur Verfügung standen, es um Lukas Weichelt ohnehin noch Fragezeichen gibt, Abstriche machen. Uns schwebt für den möglichen Aufwand zuviel in den Köpfen herum. Wir müssen dazu kommen, einfacher zu spielen. 

Inwieweit muss die HSG ihre Ziele revidieren? 

Beckmann: Das müssen wir natürlich machen, jetzt geht’s nur darum, uns so früh wie möglich von den Abstiegsplätzen in die gesicherte Zone zu arbeiten. 

Vielen Dank für das Gespräch!

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