Handball-Verbandsliga

HSV: Klassenerhalt ist perfekt

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Die HSV-Spieler feiern in Recklinghausen den Klassenerhalt. Eine Etage höher: Björn Traumüller. Von links: Jens Burzlaff, Dominic Scheerer, Martin Gerstberger, Markus Winkelsträter, Philip Trattner (verdeckt), Pierre van der Hurk, Jugoslav Lakic und Rico Witt.

Recklinghausen – Es ist vollbracht! Die Handballer der HSV Plettenberg/Werdohl werden auch in der Saison 2018/19 in der Verbandsliga spielen. Sie setzten sich am Samstagabend mit 26:22 (11:8) beim Tabellenvorletzten PSV Recklinghausen durch und können ihre letzten beiden Partien dieser Spielzeit nun ganz entspannt angehen. „Bin ich froh, dass das vorbei ist!“, sagte Trainer Kai Henning, nachdem er in der Sporthalle Nord mehrmals ganz, ganz tief durchgeatmet hatte. „Das haben sich die Jungs verdient, das ist enorm wichtig.“

Die Lennetaler waren ohne Roberto Krapacic, der in der Reserve spielte, nach Recklinghausen gefahren. So musste Kai Henning auf der Rückraum-Mitte-Position sehr gut wirtschaften, zumal weder Markus Winkelsträter noch Michèl Lengelsen topfit sind. Das funktionierte aber mit Markus Winkelsträter, für den in der Deckung Philip Trattner kam, gar nicht schlecht. Dank eines 3:0-Laufes mit Treffern von Björn Traumüller, Dominic Scheerer und Sebastian Lohmann zog die HSV von 4:4 auf 7:4 weg und ging auch mit einem Drei-Tore-Polster in die Pause.

„Das ist noch lange nicht durch. Lass die Recklinghäuser mal Oberwasser kriegen“, sagte Trainer Kai Henning, als er zur zweiten Halbzeit aus der Kabine kam, und war mächtig am Schnaufen. Zumal sein Team kurz vor dem Seitenwechsel die gute Möglichkeit, auf vier Tore davonzuziehen, leichtfertig vergeben und so sogar noch einen Gegenstoß der PSV ermöglicht hatte. Doch Rico Witt parierte gegen Niko Strotmann – und nicht nur in dieser Szene klasse.

Zwar gab es dann doch eine Vier-Tore-Führung, nachdem Philip Trattner zum 16:12 und Jens Burzlaff zum 17:13 getroffen hatten, doch die Recklinghäuser kamen. „Wir haben uns zu Beginn der zweiten Halbzeit schwergetan. Wir haben hinten die gleichen Fehler gemacht wie am Anfang“, sagte Kai Henning und ärgerte sich, dass seine Mannschaft trotz des klar erteilten Defensivauftrags immer wieder heraustrat und den Gastgebern leichte Tore ermöglichte.

Bester HSV-Akteur im Vest: Pierre van der Hurk.

Nach 39 Minuten war es dann auch schon passiert: Durch einen Siebenmeter-Treffer Dariusz Nowaczyks glichen die Recklinghäuser aus – 14:14. Es war nun verdammt spannend, Abstiegskampf pur halt. Aber es war auch nicht zu übersehen, dass in der HSV-Mannschaft mehr Qualität steckt als in der der PSV. Und diese zahlte sich schließlich aus. Björn Traumüller machte mit einem Hattrick – zweimal von der Rechtsaußen-Position sowie einmal von der Siebenmeter-Marke – aus der 18:17- die vorentscheidende 21:17-Führung (52.). Gefährlich wurden die Recklinghäuser nicht mehr, zumal sie wegen zahlreicher Zeitstrafen zwischenzeitlich sogar nur mit drei Feldspielern auf der Platte standen.

Keine Zweifel mehr in der letzten Minute

Und als die letzte Minute anbrach, hatte auch Kai Henning keine Zweifel mehr am Sieg und am Klassenerhalt. Er ballte beide Fäuste und klatschte anschließend alle ab, die auf der Bank saßen. „Wir können glücklich sein, dass wir hier gewonnen haben und das Spiel gegen Westerholt nicht immens wichtig wird“, sagte der erleichterte HSV-Trainer, der das Team im Januar übernommen hatte. Als Tabellenvorletzter.

Die besten Werfer der HSV Plettenberg/Werdohl in Recklinghausen waren die Linkshänder Björn Traumüller (6/3), der bei den verwandelten Siebenmeter-Bällen immerhin noch für eine 50-Prozent-Quote sorgte, und Pierre van der Hurk (6). Für die meisten PSV-Treffer waren Jonathan Fricke (5) und Dariusz Nowaczyk (5/4) verantwortlich. Toni Bertrams

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