SGSH rutscht nach Niederlage auf Abstiegsplatz ab

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Jan Stuhldreher kam trotz seiner Erkältung zum Einsatz und gab Vollgas. Trotzdem reichte es für die SGSH beim neuen Fusionsverein an der Krefelder Straße in Duisburg nicht zu einem zählbaren Erfolg.

DUISBURG -  Es war die dritte Niederlage in Folge, gleichbedeutend mit dem Abrutschen auf einen Abstiegsplatz: Die SG Schalksmühle-Halver unterlag am 9. Spieltag der 3. Liga West beim Fusionsverein SG OSC Löwen Duisburg 27:29 (12:15). Es war wie zuletzt in Korschenbroich und gegen Neuss eine nicht unverdiente und doch unnötige Niederlage.

Wie zuletzt wurde vor allem in der Defensive Maciej Dmytruszynski schmerzlich vermisst. Neben ihm fehlte auch Florian Diehl weiter. Jan Stuhldreher und Daniel Buff dagegen setzten zwar zunächst aus, kamen aber später trotz ihrer starken Erkältungen und machten ihre Sache dabei gut.

Nach dem schnellen 2:0 für die Gastgeber fand die SGSH an der Krefelder Straße im Duisburger Ortsteil Rheinhausen eigentlich sehr gut in die Partie. Krüger (2) und Oberste drehten den Rückstand zum 2:3. Bis zum 8:8 (19.) war es ein Kräftemessen auf Augenhöhe. Allerdings war es auch ein Kräftemessen zweier Rivalen aus der abstiegsgefährdeten Region – so wechselten auf beiden Seiten Licht und Schatten häufig rasend schnell ab. Die letzten zehn Minuten der ersten Hälfte zählten dabei beim Gast zu einer Phase, in der der Schatten überwog. Gegen den guten Torwart-Oldie Matthias Reckzeh fand die SGSH nun deutlich seltener den Weg ins Tor, auf der anderen Seite fand die SGSH-Defensive keine Konstanz, bekam weder Kreisläufer Backhaus noch Linkshänder Büren in den Griff. Dominik Formella hatte mit seinen Paraden in der Startphase eigentlich die Steilvorlage gegeben für eine starke Abwehrleistung, doch die SGSH wackelte trotzdem nach stärkeren Phasen immer wieder und ließ die Löwen selbst im aufgebauten Angriff zu viel zu leichten Treffern kommen.

Mit Trainer Förderer und Manager Bernau

Das 15:12 zur Pause war allerdings längst noch nicht richtungsweisend. Mit Buff und Herzog kam direkt nach dem Wechsel frischer Wind in den SGSH-Angriff. Häufiger blitzte nun erfolgreiches Kreisläuferspiel auf. Beim 17:16 (40.) war die SGSH wieder im Spiel, es dauerte aber noch elf weitere Minuten bis zum ersten Ausgleich in der zweiten Halbzeit. Den erzielte bezeichnenderweise in der 51. Minute Dennis Hermann. Der junge Rechtsaußen hatte im Ruhrpott einen Sahnetag erwischt und war mit acht Treffern bester Torschütze auf dem Parkett.

Der Ausgleich nötigte Lölwen-Coach Jörg Förderer direkt eine Auszeit ab. Förderer hatte bereits in Minute 40 entschieden, dass es förderlich sein könnte, wenn er im Duisburger Abwehrzentrum mitmischen würde. In der Auszeit entschied er, dass die Abwehr auch einen Ex-Bundesliga-Akteur wie Mirko Bernau brauchen könnte. Also mischte fortan auch der OSC-Teammanager mit. Daran indes lag es nicht, dass die SGSH mit einem Polakovs-Fehlwurf und zwei Fehlpässen drei Bälle leicht wegschenkte. Die Duisburger bedankten sich und machten aus dem 21:21 ein 24:21 (53.). Diesen Vorsprung ließen sich die Hausherren nicht mehr nehmen, auch wenn Mayer die SGSH noch einmal auf Schlagdistanz heranbrachte (25:24, 55.). Treffer von Handschke, Wernicke und Artmann zum 28:24 (59.) räumten alle Zweifel aus. Die Halle feierte – und der SGSH blieb zum dritten Mal in Folge nur finaler Frust.

Thomas Machatzke

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