Veritable Defensiv-Gala der SGSH gegen Hamm

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Gutes Comeback nach seiner Verletzungspause: Jan Stuhldreher, hier gegen Hamms Björn Wiegers, zeigte eine gute Leistung gegen den Zweitligisten. Insgesamt wusste das Team der SGSH gegen den ASV zu überzeugen.

SCHALKSMÜHLE -  Mit einem nicht erwarteten 26:26 (16:14)-Unentschieden endete am Mittwochabend der Test des Drittligisten SG Schalksmühle-Halver gegen den favorisierten ASV Hamm, der in der Sporthalle Löh gegen ein sich tapfer wehrendes Grasediek-Team nicht an die starken Leistungen der vergangenen Woche anzuknüpfen wusste.

Die erste Viertelstunde der Partie bot in etwa das Gegenteil von dem, was vielleicht mancher im SGSH-Lager nach dem 43:17-Sieg der Hammer vor Wochenfrist gegen den VfL Gladbeck befürchtet hatte. Der ASV versuchte es zunächst mit geschätzt 30 bis 40 Prozent, deckte im 6:0-System unentschlossen und suchte vorne den Abschluss, wo eine bessere Vorbereitung gebotener gewesen wäre.

Der SGSH war’s recht. Die Abwehr präsentierte sich im 6:0-Format sattelfest und profitierte zudem von einer überragenden Tagesform eines Dominik Formella, der schon in den ersten zehn Minuten sieben Paraden zeigte. So führte die SGSH, bei der Jan Stuhldreher ein gutes Comeback feierte, mit einem starken Malte Müller (8) am Kreis nach 15 Minuten 10:6. Thorsten Friedrich, der beim ASV den privat verhinderten Cheftrainer Kay Rothenpieler vertrat, bemühte schon nach neun Minuten eine Auszeit und wechselte nach zwölf Minuten den Torwart (Mrvka für Storbeck). Und es wurde besser für den Gast.

SGSH: Probleme mit der offensiven Abwehr

„Eigentlich decken wir nicht so offensiv, aber heute haben wir es ausprobiert“, stellte Friedrich später fest. Mehr noch als das System änderte sich indes die Einstellung der Hammer zum Spiel. Binnen fünf Minuten drehte ein Team, das keine Lust hatte, sich von einem klassentieferen Gegner vorführen zu lassen, die Partie (10:12, 20.). Die SGSH war kurz beeindruckt, kämpfte aber weiter und schlug nach dem 11:13 zurück. Gestützt auf einen weiter starken Formella drehten die Gastgeber die Partie erneut zum 16:14-Pausenstand, provozierten damit die zweite Reaktion der Gäste.

Die nämlich kamen wieder deutlich motivierter aus der Kabine und zogen auf 17:20 (35.) davon. Friedrich indes wich von seiner Marschroute, auch der zweiten Garde eine Chance geben zu wollen, nicht ab und spielte komplett ohne Linksaußen Simon, zudem weitgehend ohne die Rückraum-Halben Schneider und Struck.

ASV bleibt zehn Minuten ohne Tor

So biss sich der Gast am weiterhin starken 6:0-Abwehrbollwerk der SGSH nach dem 23:25 (50.) die Zähne aus. Geschlagene zehn Minuten blieb der ASV – nun mit Neuzugang Martin Muller in der Spielmacherrolle – ohne Tor. Das lag auch daran, dass sich Mareks Skabeikis im SGSH-Tor in den letzten 15 Minuten in prächtiger Form zeigte und ein Torwartduell auf hohem Niveau gegen den nun ebenfalls starken Storbeck für sich entschied. Die SGSH, die weiterhin mächtig Probleme mit der nun extrem offensiven Hammer Abwehr hatte, machte aus dem 23:25 ein 26:25 (Oberste, 59.), doch Linkshänder Mathias Struck sorgte im Gegenzug für das letzte Tor des Tages. Das Unentschieden wurde dem Spielverlauf durchaus gerecht – und es fühlte sich genauso gut an wie ein Sieg.

Thomas Machatzke

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