Das Fahnden nach Mut und die alten Fragezeichen

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Mit Mut jede sich bietende Chance nutzen – das ist die Vorgabe für SGSH-Spielmacher Christian Feldmann und seine Teamkollegen vor dem Match gegen den TV Korschenbroich.

HALVER - Es ist das siebte Spiel im neuen Jahr, und die SG Schalksmühle-Halver wartet in der 3. Liga West weiter auf den ersten Sieg 2014. Am Samstag um 19.30 Uhr gastiert in der Halle an der Mühlenstraße der Tabellenfünfte TV Korschenbroich. Es ist nicht die Art von Spiel, die ein Viertletzter des Klassements gewinnen muss, aber SGSH-Trainer Mathias Grasediek sagt: „Gegen Korschenbroich muss Zählbares her – wir haben jetzt genug Punkte liegen gelassen.“

Von Thomas Machatzke

Es ist eine Entschlossenheit, die der Coach auch von seinem Team erwartet. Der Schlüssel zu einem Erfolg lässt sich für den Diplom-Sportlehrer in drei Buchstaben fassen. Es geht ihm um: Mut. Mut nämlich hat seinen Schützlingen zuletzt mitunter in den entscheidenden Situationen gefehlt. „Mut muss man erarbeiten. Mut kommt zurück durch Erfolgserlebnisse“, sagt Grasediek, „aber Mut kommt auch durch Zuspruch. Und auf den hoffe ich am Samstagabend. Das Team arbeitet hart, der Vorstand steht zusammen, das Umfeld ist ruhig – alles mit dem großen Ziel, Drittliga-Handball in Halver und Schalksmühle zu etablieren. Jetzt brauchen wir noch eine volle Halle und auch gerade dann Unterstützung von Außen, wenn mal ein Fehler passiert oder es nicht so laufen sollte.“

„Positiv in jede Situation gehen“

Die Woche hat die SGSH genutzt, um sich jenen Mut zuzusprechen. Nach sechs Spielen ohne Sieg liegt der Schlüssel für eine Wende womöglich ganz besonders in den Köpfen der Spieler. „Wir müssen positiv in jede Situation gehen“, sagt Grasediek, „wir haben zuletzt viele Situationen sehr gut auf den Punkt gespielt. Aber dann hat der Mut gefehlt. So wird der Ball weitergespielt, und irgendwann kommen wir in die Nähe des Zeitspiels und müssen halbe Chancen nehmen. Da müssen wir vorher im richtigen Moment mutig die Chance suchen.“

Wer diese Chancen derweil gegen Korschenbroich mutig nutzen soll – das ist einmal mehr ein mit einigen Fragezeichen behaftetes Thema. Beim Personal grüßt bei der SGSH wieder einmal das Murmeltier. Florian Diehl hat am Donnerstag erstmals wieder trainiert – mit begrenzter Luft. „Ob es am Wochenende schon Sinn macht, weiß ich nicht“, sagt Grasediek.

Dmytruszynski muss Training abbrechen

Abwehrchef und Rückraumschütze Maciej Dmytruszynski musste unter der Woche im Training auch wieder passen. Der Oberschenkel war nach seinem Comeback gegen Varel direkt wieder verhärtet. Am Montag brach er das Training ab, danach ging nur leichtes Lauftraining. Jan Stuhldreher musste im Training auch passen, weil er noch einmal ein Spritze ins Knie bekommen hatte. Zumindest sein Einsatz für den Samstag steht aber wohl nicht in Frage. „Ein Einsatz von Maciej wäre unheimlich wichtig“, sagt Grasediek, „wenn er auf dem Feld steht, ist die Körpersprache bei allen eine ganz andere.“

Ob mit oder ohne Dmytruszynski – A und O für die SGSH gegen den Gast vom Niederrhein wird auf dem Parkett fernab der Mutfrage die Rückwärtsbewegung sein. In diesem Punkte hatten seine Schützlinge Mathias Grasediek im Hinspiel trotz aller Warnungen mächtig enttäuscht. „In der Vorwärtsbewegung ist Korschenbroich so stark wie Dormagen“, konstatiert Grasediek auch jetzt noch, „wenn wir da nicht nach jedem Ballverlust zurückfliegen in die Abwehr, dann wird es gegen den TVK ganz schwer.“

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