Knapp am Punkt vorbei

SGSH verpasst verdienten Punktgewinn knapp

SGSH-Spielmacher Mateusz Rydz (Mitte) zeigte viel Zug zum Tor – doch nach 60 Minuten hatte die HSG Lemgo II die Nase vorn. Foto: Machatzke

Lemgo - Ein Unentschieden wäre das gerechte Ergebnis für dieses Mittelfeldduell der 3. Liga West gewesen, doch zur Punkteteilung reichte es am Ende für die SG Schalksmühle-Halver ganz knapp nicht. Das Grasediek-Team verlor bei der HSG Lemgo II 31:32 (16:17).

Von Thomas Machatzke

Die Befürchtungen der SGSH, dass die Gastgeber in der WM-Pause ihr Team noch einmal deutlich verstärken würden, erwiesen sich als unbegründet. Im Gegenteil: Auf Spieler aus dem Bundesliga-Kader verzichtete die HSG komplett, auf A-Junioren (u.a. Zerbe und Engelhardt) weitgehend, denn die A-Jugend spielte parallel in der Bundesliga in Bremen. So reiste auch Drittliga-Trainer Christian Plessers mit an die Weser, dafür saß Weltmeister Florian Kehrmann überraschend auf der Bank.

SGSH nimmt Georg Pöhle aus dem Spiel

Die SGSH nahm von Beginn an Georg Pöhle durch einen Positionsverteidiger mit Erfolg aus dem Spiel. Doch auch die übrigen Youngster aus dem Lipperland entwickelten viel Durchschlagskraft. So war es ein temporeiches, rassiges Spiel mit wechselnden Führungen. Bei der SGSH zeigte Julian Mayer deutlichen Aufwärtstrend, auch Mateusz Rydz zeigte viel Zug zum Tor. Bis zum 7:8 (14.) hatte meist der Gast die Nase vorn, dann legte die HSG ein 12:9 (18.) vor, beim 14:14 (27.) war aber alles wieder offen. Zur Pause hieß es 17:16.

Erneut dreht das Kehrmann-Team das Blatt

Nach dem Wechsel ein unverändertes Bild. Wieder startete die SGSH besser (18:19, 37.), und wieder drehte das Kehrmann-Team das Blatt zum 23:21 (43.). Die Lipperländer hatten ohne Not den Torwart gewechselt und verloren nun in Unterzahl komplett den Faden. Die SGSH nutzte dies zu vier Toren in Folge (23:25, 46.). Doch nichts war von Dauer im ständigen Auf und Ab. Um sich sicher abzusetzen, hätte der Gast seine Defensiv-Probleme lösen müssen, doch weder Lemgos Linkshänder Philip Vorlicek (9) war in den Griff zu bekommen noch die Flügelzange. Während Dominik Formella gerade gegen den Rückraum immer wieder toll parierte, sah er gegen Hübscher (4) und Ebner (6/2) wenig Land.

Jansen und Co. vergeben die letzten Chancen

Das setzte die SGSH-Offensive mächtig unter Druck. Die zeigte sich gegenüber dem Korschenbroich-Spiel deutlich verbessert. So stand die Partie bis zum 31:31 (57.) spitz auf Knopf. Dann vergab der vorher starke Achim Jansen gleich zwei völlig freie Bälle. Und auch die letzten beiden Chancen von Feldmann und Mayer – beide unter Bedrängnis fanden nicht den Weg ins Tor. So reichte Hübschers vierter Treffer von der linken Außenseite zum 32:31 den Gastgebern zum Sieg. Und der SGSH blieb nach spannenden 60 Minuten im allgemeinen Jubel in der Volker-Zerbe-Halle nur die Rolle des frustrierten Verlierers.

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