Fritz Korte: Abschied nach 42 Vorstandsjahren

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Abschied nach 42 Jahren im Vorstand: Fritz Korte.

Schalksmühle - Im Handballkreis Lenne-Sieg steht ein Führungswechsel an: Am Freitagabend in der Schalksmühler Jahnhalle wird sich beim ordentlichen Kreistag, der um 19 Uhr beginnt und zu dem Delegierte aus 30 Vereinen erwartet werden, Fritz Korte nach sechs Jahren als 1. Vorsitzender in den Funktionärs-Ruhestand verabschieden – nach 42 Jahren Vorstandsarbeit.

„Angefangen habe ich als Presewart im Kreis Siegen“, erinnert sich der Pädagoge aus Eiserfeld. 1969 war der heute 74-Jährige, der gebürtig aus Hilchenbach stammt, als Lehrer nach Siegen gekommen. Für den Handball-Standort ein Glücksfall. Als bald im dortigen Handballkreis ein Rechtswart gesucht wurde, fand man ihn in Fritz Korte. Später übernahm er die Aufgaben des Männerspielwarts, ließ sich zum Spieler-Schiedsrichter ausbilden und wurde Schiedsrichter-Lehrwart. „Nicht alles parallel, sondern nacheinander“, sagt Korte, wenn er seine Ämter im Handballkreis aufzählt, „als Schiedsrichter-Lehrwart habe ich auch unseren heutigen Schiedsrichterwart im HV Westfalen, Bernd Steinebach, ausgebildet.“

Im Handballkreis Lenne-Sieg, der nach der Fusion mit dem Kreis Lüdenscheid entstanden war, blieb Korte aktiv, wurde 2. Vorsitzender. Und als Hilmar Schöler vor sechs Jahren nicht mehr wollte, da übernahm Korte den Vorsitz. Nun geht der Mann, dem von Berufs wegen immer die Jugendarbeit sehr am Herzen gelegen hat und der sich in den vergangenen Jahren bei den Kreis-Freizeiten über Ostern auf Wangerooge sehr engagierte. „Ich gebe mein letztes Amt ab“, sagt Korte, der aber mit dem Herzen dem Handball in der Region verbunden bleiben wird. Seine alte Frauen-Mannschaft in Eiserfeld hat schon angefragt, ob er sie nicht noch mal trainieren wolle. Ausgeschlossen hat er es nicht.

Fragezeichen hinter dem Kassenwart und dem Lehrwart

Im Kreis Lenne-Sieg derweil wird am Freitag ein neues Vorstandsteam gewählt. Es ist kein Geheimnis mehr, dass Klaus Krass, aktuell Bezirksliga-Trainer der SG Attendorn-Ennest und vorher Tausendsassa des Handballs in Lennestadt, Nachfolger von Fritz Korte werden soll. Die Wahl scheint Formsache. Ob es weitere Veränderungen geben wird, ist derweil offen. Der 2. Vorsitzende des Kreises, Cornelius Vowinckel, hat Bereitschaft zum Weitermachen signalisiert. Selbstverständlich war dies nicht – er ist seit kurzem Richter am Oberlandesgericht in Hamm.

„Noch nicht ganz klar ist außerdem, ob unser Kassenwart Thomas Noelle aus Lüdenscheid und als Lehrwart Jan-Hendrik Spies weitermachen werden“, sagt Fritz Korte, dem aber um die Arbeit im Führungsteam des Handballkreises nicht bange ist. Seine Nachfolge hat das Handball-Urgestein aus dem Siegerland gut geregelt. Den Fortgang dieser Arbeit wird er interessiert beobachten. Nach 42 Jahren im Ehrenamt aus der für ihn völlig ungewohnten Zuschauerposition.

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