Handball-Landesliga (Frauen)

Lüdenscheid mit Kantersieg im Ruhrpott

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Wichtige Tore für die HSG: Nina Lausen.

Herne/Kierspe - In der Handball-Landesliga der Frauen waren am Sonntag sowohl die HSG Lüdenscheid als auch die SG Kierspe-Meinerzhagen im Einsatz. Mit sehr unterschiedlichem Erfolg. Die HSG feierte im Ruhrpott einen Kantersieg, das Kaschube-Team ging daheim unter.

Mit gegenüber der Vorwoche stark verbesserter Abwehrleistung hat Frauen-Landesligist HSG Lüdenscheid mit dem 33:19 (15:8) beim Tabellenvorletzten TV Wanne den ersten Sieg des Jahres eingefahren. HSG-Trainer Christian Köster hatte die Defensive im Innenblock gewaltig umgestellt. Mit Erfolg: Die Absprachen klappten wesentlich besser als in der Vorwoche. Ein engagierter Auftritt im Angriff und mehrere Paraden von Torfrau Saskia Mewes bescherten den Lüdenscheiderinnen, die nie in Rückstand lagen, nach dem 3:3-Zwischenstand (10.) bald eine Zwei-Tore-Führung.

Zwar tat sich die HSG gegen den mit viel Einsatz arbeitenden 5:1-Abwehrverband der Ruhrgebiets-Sieben phasenweise schwer, doch wirklich auf Tuchfühlung war Wanne letztmals beim 6:5 für Lüdenscheid (17.). Angeführt von Linkshänderin Nina Lausen zogen die Gäste in der Folge auf 11:6 davon (23.), hatten zur Halbzeit ein komfortables Sieben-Tore-Polster.

Da bereitete es auf der HSG-Bank mehr Magendrücken, dass mit Kim-Saskia Malcus (26.) und Michelle Pleuger (33.) zwei wichtige Spielerinnen je zweimal auf die Strafbank geschickt worden waren. Zudem hatte TVW-Linkshänderin Rahel Schouren einen „Lauf“, traf dreimal in Serie, verkürzte auf 11:17 (36.). Doch trotz drei ausgelassener Gegenstöße gelang der Umschwung, zumal die Gastgeberinnen nun ihrerseits fleißig Zeitstrafen sammelten. Pleugers Siebenmeter-Tor zum 21:11 (40.) bedeutete erstmals zehn Tore Differenz, bei Annika Worobeys 28:15 gar 13 (50.). Der Rest war einfach für den Gast.

Kiersper Frauen halten nur bis zum 4:4 mit

Nominell war es das Duell zweier Tabellennachbarn, doch vor heimischem Publikum hatte Frauen-Handball-Landesligist SG Kierspe-Meinerzhagen gegen den TuS Ferndorf genauso wenig zu bestellen wie schon im Hinspiel. Das Fusionsteam unterlag klar 17:27 (8:12). Ausgeglichen verlief die Partie nur in der torarmen Anfangsphase, als es nach 13 Minuten 4:4 hieß. Danach musste die SGKM den Kontakt nur allzu schnell abreißen lassen.

Zahlreiche Fehlversuche – immer wieder scheiterten Kewitsch und Co. mit ihren fast durchweg hohen Würfen an Torfrau Scheid – spielten dem Gegenstoßspiel der Gäste in die Karten. Mit der Folge, dass sich der TuS Ferndorf über 5:10 (21.) und nach 30 Minuten dann 8:12 eine recht beruhigende Führung erarbeitete. In Gefahr geriet der Vorsprung der Siegerländerinnen im zweiten Durchgang nicht mehr.

Ein Doppelschlag direkt nach der Pause bedeutete das 8:14, und die leise Hoffnung, die anschließend nach drei SGKM-Treffern in Folge noch einmal aufkeimte, blieb lediglich ein sehr kurzlebiges Pflänzchen. Dies deshalb, weil die Fehlerquote des Fusionsteams weiter stieg und sich Ferndorf trotz einiger guter Paraden von SGKM-Torfrau von Schlichtegroll bis zur 48. Minute auf 13:21 absetzte. Damit war die Messe am Felderhof gelesen. Die siebte Niederlage in Serie vor Augen, ließen die Volmestädterinnen nun zunehmend die Köpfe hängen, was der TuS dazu nutzte, das Ergebnis noch weiter in die Höhe zu schrauben.

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