HSG ohne Mittel gegen Kolandryk

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Comeback nach Kreuzbandriss, aber nur vom Siebenmeterpunkt: Michelle Pleuger.

Lüdenscheid - Das war keine Empfehlung für das anstehende Derby bei der SG Schalksmühle-Halver. Nach einem über weite Strecken zerfahrenen Verlauf mussten sich die Landesliga-Frauen der HSG Lüdenscheid am Dienstagabend im Nachholspiel der DJK Oespel-Kley mit 24:26 (11:12) geschlagen geben.

 Dass beide Teams in der ARG-Halle erhebliche Mühe hatten, ihren Rhythmus sowohl offensiv als auch in der Deckung zu finden, durfte kaum verwundern. Das Heß-Team hatte vor zweieinhalb Wochen das letzte Mal um Punkte gespielt, bei den Dortmunderinnen war es gar noch eine Woche länger her. So gab es zahlreiche „unforced errors“.

Variabler präsentierten sich die Gastgeberinnen, derweil der Gast mit Kolandryk eine exzellente Individualistin in seinen Reihen hatte. Die Rückraum-Rechte hatte ein Auge für die Mitspielerinnen und traf über die gesamte Spielzeit nahezu nach Belieben. Am Ende hatte sie allein auf ihrem persönlichen Konto 15 Treffer stehen. Zwar stellte Heß die Deckung früh von 5:1 auf eine 6:0-Formation um, dennoch stellte sich die Frage, warum nicht zumindest zwischenzeitlich mal versucht wurde, die Haupttorschützin in „Manndeckung“ zu nehmen.

 Vielleicht deshalb, weil die HSG nach dem 5:8-Rückstand (18.) zumindest nicht den Kontakt verlor, beim 14:12 erstmals mit zwei Toren vorne war (34.) und auch beim 21:21 noch alles drin war (50.). Dann aber traf wieder Kolandryk, legte bei doppelter Unterzahl gar das 21:23 nach. Anschließend glichen Pleuger, die erstmals nach ihrem Kreuzbandriss das Trikot wieder übergestreift hatte, aber nur für Siebenmeter aufs Feld kam,  und Schäfer ihrerseits bei Überzahl zwar wieder aus, doch als Pleuger die dritte „Marke“ für die HSG vergab und Otters auf die „Strafbank“ musste, nutzte die DJK dies zur 26:23-Vorentscheidung.

HSG: Langhammer (ab 31. Seckelmann) – Hein (1), Gruhn (2), Dzelili (1), Otters (5/2), Pleuger (2/2), Schäfer (4), Lausen (1), Schmale (3), Lukowski (3), Worobey, Schmidt (2)

DJK: Lienig (ab 46. Reiß) – Hollweg (2), Zerau, Osterod, Urban, Käse, Studnitzky (5), Dittrich, Jörges (2), Josten, Lührs (2), Kolandryk (15/1) Schiedsrichter: Hartwig/Schiffke (Hagen) Zeitstrafen: HSG 5, DJK 7

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