Handball, 3. Liga West

Rückkehr in die alte Heimat

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Niklas Polakov kehrt im Dress des TuS Volmetal zurück an seine alte und neue Wirkungsstätte.

Halver - Wenn der TuS Volmetal am Samstagabend erstmals in Halver bei der benachbarten SG Schalksmühle-Halver antritt, ist es für beide Seiten kein alltägliches Derby.

Dementsprechend hoch ist vor allem bei den Anhängern die Vorfreude auf das Nachbarschaftsduell, das im Zeichen des Abstiegskampfs steht.  Für Jan Stuhldreher, Kevin Herzog und Niklas Polakovs vom TuS Volmetal hat das Spiel aber noch einen ganz anderen Reiz. Für das Ex-SGSH-Trio ist es die erstmalige Rückkehr in die alte Heimat an der Mühlenstraße. „Ohne Frage ist das ein besonderes Spiel für uns. Wir haben lange genug bei der SGSH gespielt. Da ist es schon etwas komisch, jetzt als Gegner in die Halle zu kommen“, erklärt Kevin Herzog, der nach überstandener Verletzung in der Vorwoche wieder ins Team der Volmetaler zurückkehrte und auch am Samstag unbedingt dabei sein will.

Einmalig und keinesfalls normal

Eine ähnliche Sichtweise hat mit Jan Stuhldreher auch ein weiteres Schalksmühler Eigengewächs, das über Jahre zusammen mit Christian Feldmann die Spielmacherposition bei der SGSH bekleidete. „Auch wenn sich das Gesicht der Mannschaft stark gewandelt hat – mit ein paar Jungs habe ich noch zusammengespielt, und man kennt sich. Dass es dann noch der Heimatverein ist, gegen den man spielt und bei dem ich noch immer viele Leute kenne, ist keinesfalls normal und bis jetzt auch einmalig für mich“, so Stuhldreher. Selbst mitwirken kann der Schalksmühler wie schon im Hinspiel Ende Oktober aber nicht. Stattdessen wird Stuhldreher, der mit einem mehrfachen Knorpelschaden länger ausfällt, wieder nur auf der Bank Platz nehmen. „Ich hätte wirklich gerne gespielt, zumal die Atmosphäre in der großen Halle in Halver sicher sehr gut sein wird. Neben den vielen Anhängern der SGSH werden auch unsere Volmetaler Fans stark vertreten sein. Das verspricht einen sehr guten Rahmen“, sagt Stuhldreher mit etwas Wehmut. Dritter im Bunde der „Heimkehrer“ ist Niklas Polakovs, dessen Situation noch etwas anders gelagert ist als die von Herzog und Stuhldreher, da er bekanntlich im Sommer vom TuS Volmetal zurück zur SGSH wechselt.

Pünktlich zum Derby fit geworden

Nach längerer Verletzungspause feierte der Rückraumspieler am vergangenen Wochenende beim Sieg gegen Habenhausen ein erfolgreiches Comeback und ist pünktlich zum Derby wieder fit. „Ich bin froh, wieder dabei zu sein vor dem Spiel. Ein normales Gefühl ist nicht, im Derby gegen sein altes und auch zukünftiges Team anzutreten. Von der Atmosphäre wird es sicher super und vor dem Anpfiff auch etwas emotional“, blickt Niklas Polakovs der Partie mit Spannung entgegen. Im Vordergrund soll der emotionale Teil der Rückkehr für das Trio indes nicht stehen. „Auf dem Feld sollte sich keiner zu sehr von den Emotionen leiten lassen. Dafür ist die Partie für beide Teams in der aktuellen Situation doch wieder zu wichtig. Ich bin aber guter Dinge, da es im Hinspiel auch ohne Probleme lief“, sagt Jan Stuhldreher, der mit einer Partie mit Betonung auf der Abwehr rechnet. Ins gleiche Horn bläst auch Stuhldrehers Mitspieler Kevin Herzog. „Es wird hoffentlich eine ähnlich spannende Partie wie im Hinspiel, wenngleich wir nach unserem guten Ergebnissen der vergangenen Wochen etwas weniger Druck haben“, sieht Herzog den TuS in der entspannteren Ausgangslage. Dabei ist sich das Trio durchaus bewusst, dass die Leistung in den eigenen Reihen stimmen muss, um eine Chance auf den Derbysieg zu haben. „Im Hinspiel konnten wir die Leistung nicht über die ganzen 60 Minuten abrufen. Am Samstag muss es aber das ganze Spiel über passen, denn leichter als im Hinspiel wird es gegen die starke SGSH garantiert nicht“, hofft Stuhldreher auf ein offenes Derby. „Wenn es uns gelingt, die Leistung der letzten Wochen abzurufen, können wir gegen Schalksmühle auch etwas mitnehmen, auch wenn es schwer wird“, so Polakovs.

Eines machen alle Rückkehrer aber trotz allem klar. „Im Endeffekt geht es um zwei Punkte, und die haben wir nicht zu verschenken. Auch nicht gegen unseren Ex-Verein“, haben Stuhldreher und Herzog die gleiche Meinung. Einen Wunsch hegt das Volmetaler Trio dennoch: „Wenn beide Vereine am Ende den Klassenerhalt schaffen, wäre das der Optimalfall, und alle dürfen sich auf weitere Derbys freuen“, wünschen sie beiden Teams den Klassenerhalt. Auch wenn am Samstagabend bei der Rückkehr in die alte Heimat keine Freundschaftsgeschenke verteilt werden.

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