SGSH mit sehenswerter Ouvertüre

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Bester SGSH-Schütze: Lutz Weßeling.

Schalksmühle - Es war eine sehenswerte Ouvertüre für eine Saison, die auf der Bühne am Schalksmühler Löh und an der Mühlenstraße in Halver eine besonders interessante werden könnte. 30:33 (14:15) unterlag Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver gestern im ersten Testspiel dem Zweitliga-Absteiger TV Hüttenberg.

Viele neue Gesichter und ein attraktiver Gegner aus dem Hessenland hatten rund 100 Zuschauer in die Sporthalle Löh gelockt, und denen wurde etwas geboten. Temporeich war das Spiel, intensiv sogar. Kein Sommerhandball, eher schon ein Vorgeschmack auf die Saison.

Die SGSH wollte den Sieg, die Hüttenberger Gäste aber nicht minder. Es war ein zähes Ringen, an dessen Ende sich in einem Duell auf Augenhöhe das Ensemble durchsetzte, das vielleicht das etwas abgezocktere war. Doch weil Ergebnisse in der Vorbereitung viel weniger wert sind als Erkenntnisse, durfte SGSH-Coach Mathias Grasediek am Ende dennoch durchaus zufrieden sein. „Spielerisch ist es manchmal noch etwas schwierig, aber man sieht, dass wir nun einige dynamische Varianten für den Angriff haben“, stellte der Coach fest, „was mir richtig gut gefallen hat, war bereits unser Tempospiel.“

SGSH macht aus doppelter Überzahl zu wenig

Mit viel Tempo überraschte die SGSH den Gast von Beginn an, führte 4:2 (8.) und 5:3 (9.). Der Traditionsverein ließ sich indes nicht nachhaltig beeindrucken, machte das Spiel breit, profitierte über die 60 Minuten von der Treffsicherheit seiner Außen, allen voran Warnke und Wagner, die beide zunächst einmal punktgenau den Kopf von Formella trafen, danach aber fast jeden Ball setzten. So war es ein harter Kampf, bei dem auch die Neuen auf SGSH-Seite einen guten Eindruck hinterließen.

Nach dem 14:15 zur Pause fand die SGSH auch besser in den zweiten Durchgang, führte 19:17 (36.) und 20:18 (37.). Danach aber machte sie aus einer doppelten Überzahl viel zu wenig. Beim 22:22 war der TVH wieder dran (44.). Letztmalig in Führung ging die SGSH durch Merhars Tor zum 26:25 (50.). Ob es mit der Rückkehr von Ritschel ins Hüttenberger Tor zusammenhing, jedenfalls ließ die SGSH drei Angriffe erfolglos verstreichen, während der Gast eiskalt zum 26:29 davonzog (54.) – die Vorentscheidung. Das Grasediek-Team mühte sich weiter, doch das ambitionierte Team aus der 3. Liga Ost ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Applaus gab’s von den Rängen trotzdem für eine sehr beachtliche SGSH-Vorstellung.

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