Handball-Kreispokal

HSG ersatzgeschwächt zum "Final Four"

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Kämpft mit der HSG um den Kreispokalsieg: Niclas Beckmann.

Olpe - Die „Mission Titelverteidigung“ ist gefährdet, wenn Handball-Landesligist HSG Lüdenscheid am Samstag zum „Final Four“-Turnier der besten Pokalmannschaften des Handball-Kreises Lenne-Sieg in die Olper Kreissporthalle fährt. Die Bergstädter bekommen nämlich letztlich nur ein Rumpfteam für den Nachmittag im Nachbarkreis zusammen, und weil die Bezirksliga-Reserve wegen der außergewöhnlichen Staffelgröße im normalen Punktspiel feststeckt, können sich die Lüdenscheider lediglich im Aufgebot der „Dritten“ bedienen, um wenigstens eine spielfähige Truppe zusammenzubekommen.

„Normalerweise ist zu Beginn der Osterferien ja auch spielfrei“, hat HSG-Trainer Volker Schnippering Verständnis dafür, dass einige Akteure Urlaubstage einlegen. So bestehen auch große Lücken im Aufgebot der Bergstädter: Neben Langzeitausfall Maurice Duda haben sich auch Stand-by-Akteur Sebastian Bölling sowie die Kreisläufer Mario Hurlbrink und Alex Nitsch abgemeldet, richtig eng aber wird’s erst recht auf der Spielmacherposition: Lukas Weichelt leidet noch immer an den „Nachwehen“ seiner im Spiel gegen Warstein erlittenen Gehirnerschütterung und Marcel Fenner hat sich in den Urlaub verabschiedet. 

Da auch hinter dem Einsatz von Co-Trainer Felix Kroll ein ganz dickes Fragezeichen steht, greift die HSG tief in die Kiste möglicher Ersatzkandidaten: Denn Florian Füller, der auch wiederholt schon in den Punktspielen in der Rückraummitte eingesprungen ist, kann nur zum Halbfinale gegen den starken B-Kreisligisten HSG Siegtal – ein Team ehemaliger Landesligaspieler des RSV Eiserfeld um dessen Ex-Spielertrainer Daniel Friesenhagen –, das um 15.30 Uhr angepfiffen wird, mitmischen. Sollte sich die HSG in der Partie für das Endspiel qualifizieren, kann sie dann wohl auf Stammkeeper Marcel Kämmerer (zuvor verhindert) zurückgreifen, müsste aber auf Füller aus privaten Gründen passen. 

Um für alle Fälle gewappnet zu sein, haben die Bergstädter eine Anleihe bei der „Dritten“ genommen und Adrian Gruhn zum Comeback in der Erstvertretung überreden können. Gleiches ist mit dem eigentlich für die Landesligamannschaft eingeplanten Kreisläufer Marc Kedzierski gelungen, der seine Handballlaufbahn aber aus beruflichen Gründen gleich zwei Nummern kleiner gefahren hat. „Toll, dass sie uns aushelfen“, sagt HSG-Coach Volker Schnippering, weiß aber auch: „Favorit sind wir in Olpe sicher nicht, auch wenn wir das Finale erreichen.“ Dann könnte es nämlich nur eine Woche nach dem Punktspielsieg in letztlich etwas giftiger Atmosphäre über Gastgeber TV Olpe (29:24) erneut zum Aufeinandertreffen der Ligarivalen kommen. Und da wäre die HSG Lüdenscheid in ihrer zur Verfügung stehenden Besetzung gegen die Horri, Lajnef, Heinrich, Sauermann und Co. gerade in der Olper Halle sicher nur Außenseiter. 

HSG: Ferizi (Kämmerer) – C. Broscheit, Lenz, Ahmad (?), Beckmann, Füller, Gruhn, Kedzierski, Lausen, Plate, Kroll (?)

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