HSV-Trainer Kai Henning erwartet „Endspiel“ in Hamm

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Auf Markus Bluhm und die HSV Werdohl/Versetal wartet nach der Osterpause am 26. April das Auswärtsspiel bei der Reserve des ASV Hamm – ein möglicherweise vorentscheidendes Duell im Abstiegskampf.

WERDOHL - Den deutlichen 34:26-Erfolg des Konkurrenten TuS Borussia Höchsten gegen den SV Westerholt erlebte Kai Henning, Trainer von Handball-Verbandsligist HSV Werdohl/Versetal, in Begleitung einiger seiner Spieler am Sonntag live mit. Überrascht wirkte der Werdohler Coach nicht, weil Höchsten – wie erwartet – aufgrund der Situation „deutlich galliger“ zu Werke ging als der SVW.

Somit beträgt der Abstand zu Höchsten weiterhin vier Punkte, den direkten Vergleich eingerechnet aber nur drei Zähler. Bezüglich der Leistung der eigenen Mannschaft gegen Telgte zeigte sich Henning zufrieden – mit Ausnahme der Phase in der zweiten Halbzeit, in der sein Team nicht clever genug agierte und den 26:26-Ausgleich kassierte. Ansonsten bescheinigte der Coach seiner Sieben eine ansprechende Vorstellung. „Man darf dabei nicht vergessen, dass Gurol verletzt war, Lengelsen, Bardischewski und de Liello mit grippalen Infekten zu kämpfen hatten“, fügte Henning hinzu. „Wenn ich mal ehrlich sein darf: Ich fand das richtig gut“, fasste Henning seine Eindrücke zusammen.

Dass der TV Friesen Telgte Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt hat, tangiert Henning kaum. Telgte interpretierte einen DHB-Passus derart, dass eine Mannschaft, gegen die eine solche Sperre wie gegen die HSV ausgesprochen worden ist, nach Begleichung der Schuld anschließend noch eine weitere Woche gesperrt werden müsse. Das sei aber nur bei persönlichen Strafen der Fall, erklärte Henning, der davon überzeugt ist, dass sein Team spielberechtigt war. Das habe auch der Staffelleiter im Vorfeld bestätigt.

Gurol, Lengelsen, Bardischewski und de Liello waren am Samstag nicht die einzigen Protagonisten, die gesundheitlich zu kämpfen hatten. Kai Henning, ebenfalls von einem Infekt betroffen, hatte kaum eine Stimme. „Nicht einfach, sein Team unter solchen Umständen mit taktischen Anweisungen zu versorgen“, meinte er. Aber es sei ja gut gegangen, fügte er hinzu.

Hinsichtlich der Restprogramme der Abstiegskandidaten schließt Kai Henning nicht aus, dass bereits am nächsten Spieltag eine Vorentscheidung fällt. „Wir müssen in Hamm gewinnen. Am besten deutlicher als wir das Hinspiel verloren haben (19:30, Anm. der Red.), um im direkten Vergleich vorne zu liegen“, meint der Trainer. Gleichzeitig geht er davon aus, dass Telgte in der Lage ist, den Gast aus Höchsten zu bezwingen – obwohl die Friesen bereits als Absteiger feststehen. Die Partie der HSV in Hamm bezeichnet Henning als „unser Endspiel“ und betont damit nochmals die Bedeutung der Partie. - Von Markus Jentzsch

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