Ein neuer Verein zur Spielzeit 2015/16

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Als 2. Vorsitzender im Amt bestätigt: Markus Knuth.

Schalksmühle - Handball ist Sport, aber Sport funktioniert inzwischen längst nicht ohne das Recht. Und so waren es juristische Fragen, die die Jahreshauptversammlung der SG Schalksmühle-Halver am Freitagabend in der Schalksmühler Jahnhalle bestimmten. Mit einer Stoßrichtung: Die SGSH will sich zur übernächsten Spielzeit 2015/16 strukturell neu aufstellen und einen eigenständigen Verein gründen.

Von Thomas Machatzke  

Markus Knuth, der vorher im Rahmen der Versammlung ebenso einstimmig als 2. Vorsitzender wiedergewählt worden war wie Axel Meyrich als „Leiter Sport (Gesamtkonzept)“, erläuterte den Versammlungs-Teilnehmern unter dem Punkt Verschiedenes die Pläne. „Aktuell haben wir drei bis vier Spielgemeinschaften – ein Konstrukt, das wir erst einmal durchblicken und entflechten mussten“, erklärte der Rechtsanwalt, „wir wollen diese Spiel-Gemeinschaften auflösen und bessere Strukturen schaffen, die uns als SGSH handlungsfähiger machen und unseren Trägervereinen Sorgen in Haftungsfragen nehmen.“

Aktuell ist die SGSH ebenso wie die Jugendhandball-Gemeinschaft SGSH Juniors, an der neben den SGSH-Trägervereinen TuS Halver, TuS Oeckinghausen, Schalksmühler TV und TuS Stöcken/Dahlerbrück auch zusätzlich der TuS Linscheid/Heedfeld beteiligt ist, juristisch gesehen eine gemeinsame „Handball-Abteilung“ der Trägervereine. Aus diesen Trägervereinen sollen nun künftig Kooperationsvereine werden. „Wir wollen unsere bisherigen Trägervereine nicht schwächen oder ihnen Mitglieder entziehen“, sagte Markus Knuth, „unsere Mitglieder müssen auch künftig Mitglieder der Kooperationsvereine bleiben – wir wollen sogar ausdrücklich die wirtschaftliche Sicherheit unserer bisherigen Trägervereine stärken.“ Die Vereine sollen sich weiter zugehörig fühlen und mit der „Marke SGSH“ für sich werben können.

Bereits im Januar hatte die SGSH ihre Trägervereine an einen Tisch geholt und das Projekt vorgestellt – und war bei den Trägervereinen auf viel Zustimmung gestoßen. Eine Umsetzung der Pläne zur Saison 2014/15 aber scheiterte danach am zu engen Zeitfenster. Zur Saison 2015/16 soll es nun klappen. Wobei noch so manche kleine oder größere Hürde zu nehmen ist. Aber nun mit dem nötigen Vorlauf.

Sonderstellung für den Nachwuchs

Eine Sonderstellung wird dabei wohl weiterhin der Nachwuchs haben. Da es juristisch keine Möglichkeit gibt, den TuS Linscheid in den neuen SGSH e.V. einzubinden, wenn dessen Handballer eigenständig bleiben wollten, wird es wohl weiterhin eine Jugend-Spielgemeinschaft geben. Die könnte sogar weiter SGSH Juniors heißen – allerdings heißen die Trägervereine dann wohl in Zukunft SGSH e.V. und TuS Linscheid/Heedfeld.

Eine Satzungsänderung, die die SGSH für den Freitagabend angestrebt hatte und mit der man in der Frage der Ehrenamtspauschale Rechtssicherheit für das verbleibende Jahr schaffen wollte, wurde im Rahmen der Versammlung wieder verworfen – Uli Lauterjung, Vorsitzender des TuS Stöcken, hatte rechtliche Bedenken gegen diese Änderung geäußert. So stimmte man über den Antrag, mit dem man den Trägervereinen eigentlich hatte entgegen kommen wollen, gar nicht erst ab.

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