SGSH: Starke zweite Hälfte in Hagen

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Zehn Treffer beim Gastspiel in Hagen: Lutz Weßeling, hier im Zweikampf mit dem starken Kroaten Dragan Tubic (rechts).

Hagen - Es war im vierten Testspiel der Vorbereitung die zweite Niederlage, allerdings eine, mit der Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver gut leben konnte. Beim stark aufgerüsteten Neu-Zweitligisten VfL Eintracht Hagen unterlag das Grasediek-Team nur 29:32 (10:17), zeigte vor allem nach der Pause eine starke Vorstellung.

Die erste Halbzeit gehörte am Donnerstagabend in der Ischelandhalle allerdings den Gastgebern, die mit viel Feuer und Tempo das Spiel dominierten. Die SGSH fand gar nicht in die Partie, ließ vor allem Sebastian Schneider und auf den Außenbahnen Jan Wilhelm und Jan von Boenigk viel zu viel Raum. Schnell stand es 7:3 (10.), bald 12:6 (20.) und zur Pause verdient 17:10 für ein Hagener Team, das auch ohne die Neuzugänge Prokopec und Mazur sowie Keeper Mahncke und Renninger einen sehr ordentlichen Eindruck hinterließ. Bei der SGSH fehlte neben den Verletzten (Mayer, Ruskov und Diehl) auch Tobias Fleischhauer beruflich bedingt.

Halbzeit zwei begann mit einem Siebenmeter für den Gast – und mit Szenenapplaus für den eingewechselten David Ferne im Hagener Tor, der erst die „Marke“ von Bastian Munkel parierte und dann binnen Sekunden zweimal spektakulär dessen Nachwürfe. Selbst die SGSH klatschte Beifall, so ungewöhnlich war das Geschehene. Die Parade hatte aber nicht jene Wirkung, das Hagener Team nach vorne zu pushen, im Gegenteil.

Munkel, Weßeling und Plessers stark

Während den Hausherren nun die letzte Konsequenz fehlte, legte die SGSH zu, fand mehr und mehr Spaß am Verteidigen, gewann Bälle und lief Gegenstoß auf Gegenstoß. Nach dem 19:12 (Reinarz, 36.) folgte die stärkste Phase des Gastes, der binnen 13 Minuten zum 23:23 ausglich. War es in der schwachen SGSH-Phase vor allem ein unerhört selbstbewusster und treffsicherer Munkel gewesen, der sein Team am Leben erhielt, so waren es nun mit Keeper Plessers und Goalgetter Weßeling (10) zwei weitere Neue, die maßgeblichen Anteil daran hatten, dass die Aufholjagd erfolgreich war. Und auch Sebastian Schneider trug seinen Teil dazu bei, war auf Hagener Seite nun der Hauptproduzent von Ballverlusten.

Lars Hepp gab Schneider deshalb eine Pause, so brachten der starke kroatische Neuzugang Dragan Tubic und Altmeister Jens-Peter Reinarz ihr Team in den letzten zehn Minuten doch noch auf die Siegerstraße. Beim 30:26 (58.) war die Partie entschieden. Trotz dieser Niederlage durfte die SGSH am Ende allerdings zufrieden sein. Zumindest mit den zweiten 30 Minuten.

Eintracht: Müller, Ferne (ab 31) – Reinarz (11/6), Tubic (5), Wilhelm (3), Schneider (3), Ciupinski (3), von Boenigk (3), Aschenbroich (2), Rink (1), Weißbach (1), Strohl, Kerssenfischer, Fridgeirsson, Kraus

SGSH:  Formella, Plessers (ab 31.) – Weßeling (10), Munkel (7/1), Wardzinski (3), Jansen (3), Merhar (2), Büchel (2), Müller (1), Feldmann (1), Luciano, Eigenbrodt, Dmytruszynski, Eskericic

Schiedsrichter: Brückner (Solingen) und Zimmermann (Tönisforst)

Zeitstrafen:  Eintracht 4, SGSH 1

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