SGSH: In der Schaltzentrale hakt es noch

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Noch kein Prunkstück der SGSH: Der Innenblock, hier mit Dominic Luciano und Maciej Dmytruszynski.

Schalksmühle - Ein bisschen nachdenklich war der Cheftrainer am Sonntagabend durchaus. „Wir schaffen es einfach nicht, unsere Stärken auszuspielen“, stellte Mathias Grasediek nach dem 32:25 (14:15)-Testspielsieg beim Oberligisten HSG Gevelsberg-Silschede fest und schüttelte leise den Kopf, „das ist noch ein ganz weiter Weg...“

Der Test in der Gevelsberger Sporthalle West war der vorletzte vor dem Saisonstart. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, die Probleme zu lösen. Wobei die Probleme ja aktuell keine von gravierender Natur sind. Der Kader ist gut gefüllt – trotz der Ausfälle von Mayer, Diehl und Ruskov. Und die Leistungen sind nicht besorgniserregend. Aber die Ziele, die die Verantwortlichen im Kopf haben, sind eben noch nicht erreicht.

Defensiv mag dies durchaus damit zusammenhängen, dass am Ende der Vorbereitung die hohe Belastung Spuren hinterlassen hat. Müde Beine, müde Köpfe – so fehlten auch gerade beim Verteidigen gegen den Kreisläufer der Gastgeber immer ein paar Halbschritte, sah der Innenblock der 6:0-Abwehr, der mit seiner Größe und Präsenz eigentlich zum Prunkstück des neuen SGSH-Spiels ausersehen ist, wie schon zuletzt nicht wirklich gut aus. Die Müdigkeit dürfte zu bewältigen sein.

Auch in der Offensive drückt derweil der Schuh. „Wir müssen unseren Werfern die Situationen besser bauen“, sagt Grasediek und spricht auch dort an, dass die Stärken besser in die Waagschale geworfen werden sollen. Tatsächlich ist auch offensiv nicht alles verkehrt. Das Kreisläuferspiel ist bereits bemerkenswert, die Neuzugänge auf den Halbpositionen – allen voran Lutz Weßeling und Kristian Eskericic – haben ihr Potenzial mehr als nur angedeutet.

Generalprobe am Freitag gegen Langenfeld

Aber es hakt derzeit in der Schaltzentrale. Am Donnerstag gegen Hagen II hatte Bastian Munkel 15 Minuten gespielt und sich dann 45 Minuten auf der Bank verdient. Am Sonntag begann Christian Feldmann, machte nach 15 Minuten für Max Büchel und Bastian Munkel Platz und kam bis zum Ende nicht mehr wieder. Die Aufgabe, die Mannschaft sinnvoll zu führen, erfüllte zuletzt keiner zur Zufriedenheit des Trainers. Genau dies dürfte allerdings der Schlüssel zu einem echten Qualitätssprung im SGSH-Spiel sein.

Die Belastung wird in dieser Woche zurückgefahren. Und bevor die SGSH-Trainer ihren Schützlingen vor dem Start noch ein freies Wochenende (zumindest, was den Samstag und Sonntag betrifft) gönnen, wartet am Freitagabend um 20.15 Uhr am Löh die Generalprobe gegen den Oberligisten SG Langenfeld. 60 Minuten, um vieles besser zu machen als in Gevelsberg. 60 Minuten, um Selbstvertrauen zu tanken für den 29. August. Dann wird es an der Halveraner Mühlenstraße gegen die HSG Lemgo II ernst.

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