Handball, 3. Liga West

Auch in Neuss keine Punkte für SGSH

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Starker Beginn, aber am Ende ohne Kraft: Lutz Weßeling.

Neuss - Die SG Schalksmühle-Halver wartet unter Neu-Trainer Dragan Markovic weiter auf das erste Erfolgserlebnis. Beim Neusser HV unterlag die SGSH am Samstagabend vor 450 Zuschauern in der Sporthalle Hammfeld letztlich klar 20:27 (11:12) und verbleibt damit nach 21 der 30 Saisonspiele auf einem Abstiegsplatz.

Am Niederrhein begann die Partie sehr gut für den Gast. Die Neusser schienen vor allem defensiv noch gar nicht richtig auf dem Parkett. Lutz Weßeling traf nach Belieben. Im aufgebauten Angriff taten sich die Klatt-Schützlinge zudem erst einmal schwer. Über 2:5 (8.) zog die SGSH mit Malte Müller in der Rückraum-Mitte und Julian Mayer im rechten Rückraum bis auf 4:8 (16.) davon. Auch zwei Spezialistenwechsel (Dmytruszynski und Ruskov für Mayer und Müller) waren dabei erst einmal nicht schädlich, weil die Trefferquote vorne stimmte und so Probleme im Umschaltspiel klein hielt.

Die Partie kippte in einer Situation, in der sie niemals hätte kippen dürfen. Die SGSH führte 8:5, als Heider Thomas auf die Strafbank musste. Überzahl und Ballbesitz - das sah so gut aus für die SGSH, ging aber nach hinten los. Binnen zwei Minuten mit einem Mann mehr wurde aus einem 8:5 ein 8:8. Dem Neusser Spiel taten dabei zwei Wechsel gut: Felix Handschke belebte das Spiel auf der linken Außenbahn, Heider Thomas gab fortan der Defensive im Innenblock, den zunächst die Kreisläufer Schneider und Johnen gebildet hatten, Stabilität.

Starker Plessers vor dem Wechsel

Die SGSH legte durch zwei Eskericic-Tore zwar noch einmal ein 10:8 vor (22.), auch weil Nicholas Plessers in dieser Phase die Neusser Siebenmeter zwei und drei und auch noch einen Handschke-Gegenstoß parierte. Bis zur Pause hatte der NHV die nun intensive und enge Partie aber bereits zum 12:11 gedreht.

20:27-Niederlage der SGSH beim Neusser HV

Eng und intensiv blieb es auch nach dem Wechsel, wobei sich die Gäste im Rückraum zunehmend schwerer taten, überhaupt Chancen zu kreieren. Da das Kreisläuferspiel gegen den diesmal überzeugenden 6:0-Block des NHV (Klatt: „Das war heute unsere beste Abwehrleistung.“) brachlag, musste die SGSH für jedes Tor sehr hart arbeiten. Bis zum 16:16 (39.) noch mit ordentlichem Erfolg. Danach aber schwanden beim besten Schützen Lutz Weßeling (Trainingsrückstand nach Fußverletzung) merklich die Kräfte, und seine Nebenleute wussten dies nie zu kompensieren, lediglich Natko Merhar hielt sein Team nun mit seinen Überzahl- und Gegenstoßtoren bis zum 22:20 (52.) auf Schlagdistanz.

Am Ende acht Minuten ohne SGSH-Tor

Zu diesem Zeitpunkt hatte der NHV bereits einen halben Matchball vergeben, als er beim 20:17 in Überzahl der SGSH den Ball zum Gegenstoß in die Hand gespielt und zudem beim Abwehrversuch eine Zeitstrafe kassiert hatte. So stand die Partie noch spitz auf Knopf, als Ceven Klatt in der 53. Minute eine Auszeit bemühte. Die Neusser bündelten nun alle Kräfte, Mikkel Moldrup im Tor steigerte sich, und vorne nahm Felix Handschke die Dinge in die Hand.

Die SGSH dagegen versuchte es mit immer wieder wechselnden Rückraum-Formationen, blieb aber in den verbleibenden acht Minuten komplett ohne Tor. Spätestens beim 25:20 (57., Aust) war die Partie gelaufen. Die rote Karte gegen Keeper Dominik Formella, der beim Gegenstoß Handschke außerhalb des Torraums gar nicht berührt hatte (58:11), war eine Fehlentscheidung, die allerdings keinerlei Rolle mehr spielte. Gleichwohl bauten Dennis Aust und Felix Handschke mit ihren Treffern das Ergebnis bis zum 27:20-Endstand aus. So war es zwar ein verdienter Sieg für den NHV, der letztlich aber etwas zu hoch ausfiel. Die sorgenvollen Gesichter bei der SGSH waren trotzdem nachvollziehbar.

Beste NHV-Schützen: Handschke (8), Aust (5/2), Klasmann (4), Thomas (4)
Beste SGSH-Schützen: Weßeling (5/1), Merhar (4), Eskericic (3)

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