Zwei weitere Neuzugänge

Noch mehr Polen-Power fürs Grasediek-Team

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Neu im Kader der SGSH: Mateusz Rydz (rechts) wechselt vom Nord-Drittligist Turnerschaft Großburgwedel ins Sauerland und soll sich beim Grasediek-Team mit Christian Feldmann die Spielmacher-Position teilen.

Schalksmühle - Die Personalplanungen sind abgeschlossen, in der Spielzeit 2014/15 setzt Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver auf Polen-Power: Zum polnischen Ex-Nationalspieler Maciej Dmytruszynski gesellen sich in Zukunft zwei weitere Hochkaräter aus dem Nachbarland. Es sind der 34-jährige Linkshänder Jacek Wardzinski und der 23-jährige Spielmacher Mateusz Rydz.

Von Thomas Machatzke 

Am Montagabend unterschrieb Rydz seinen Kontrakt im Sauerland. Der Nachfolger von Jan Stuhldreher in der Rückraum-Mitte, die sich Rydz mit Christian Feldmann teilen soll, wechselt von der TS Großburgwedel, für die er zuletzt in der 3. Liga Nord spielte, zur SGSH. Für die TSG erzielte Rydz 27 Saisontore. Vor seiner Zeit in Großburgwedel spielte Rydz für UKS Wilanowa Warszawa, den TV Willstätt und den HSV Hannover.

Pfeilschnell und mit gutem Blick für den Mitspieler ausgestattet sollte Rydz eine Bereicherung für den SGSH-Rückraum darstellen. Der 23-Jährige erhielt zuletzt eine Berufung in den B-Kader des polnischen Nationalteams, für den er im November auch wieder spielen soll. Zudem absolviert Rydz in Warschau an einer polnischen Handballschule eine Ausbildung zum Handball-Lehrer – gemeinsam übrigens mit Maciej Dmytruszynski. Was die Leidenschaft fürs Handballspiel angeht, so ist Mateusz Rydz familiär vorbelastet. Auch sein Vater spielte höherklassig – u.a. als Teamkollege von Dmytruszynski und auch von Wardzinski.

Für Jacek Wardzinski ist die SGSH im Alter von 34 Jahren die erste Auslands-Station. Wardzinski kommt von Pogon Stettin ins Sauerland, wird mit seiner Ehefrau und seiner zweijährigen Tochter in Halver wohnen. Der 1,76 Meter große Rechtsaußen, der aus Schlesien stammt, aber als Jugendlicher seine Ausbildung in Danzig genoss, ist ein echtes Kraftpaket und ein Tempohandballer. 14 Spielzeiten hat er in der 1. Liga in Polen auf dem Buckel, erhielt für seine Leistungen mehrere Auszeichnungen. Zuletzt erzielte er für Stettin 107 Saisontore.

„Konkurrenzkampf ist eröffnet“

„Jacek wird uns viel Freude bereiten“, sagt Mathias Grasediek, „er ist ein Rechtsaußen, dem ich es aber auch sehr gut zutraue, im rechten Rückraum für Entlastung von Julian Mayer zu sorgen. Auch in der Abwehr dürfte er auf der vorgezogenen Position eine Verstärkung sein.“

Auf der Suche nach einem Stuhldreher-Nachfolger hatte die SGSH wesentlich mehr Geduld zu beweisen. „Wir haben da den Markt sondiert, aber die Suche war problematisch“, sagt Grasediek, „wir hätten auch gerne einen Spieler aus der Region geholt – aber das war sehr schwierig. Wir müssen nun abwarten, wie Mateusz sich da hereinfindet.“ Eines macht Grasediek klar: „Er ist nicht die unangefochtene Nummer eins auf der Position. Die Karten werden neu gemischt. Alle haben dieselben Chancen.“

Auf jeden Fall, so der SGSH-Trainer, sei die SGSH durch diese Verpflichtungen vor allem in der Breite sehr gut aufgestellt. Das macht ihn zuversichtlich, das Saisonziel Klassenerhalt vielleicht etwas eher erreichen zu können als im vergangenen Jahr. „Auf jeden Fall gibt es einen Schub im Team“, sagt Grasediek, „der Konkurrenzkampf ist eröffnet...“

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