Ein defensives Ausrufezeichen

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Zufrieden: Trainer Mathias Grasediek.

Schalksmühle - Sechs Tage vor dem Saisonstart in der 3. Liga West hat die SG Schalksmühle-Halver bei der Generalprobe gegen den ambitionierten Mittelrhein-Oberligisten TuS Derschlag ein Ausrufezeichen gesetzt. Nach einer außerordentlich starken Defensivleistung setzte sich die SGSH 25:11 (9:5) durch.

Von Thomas Machatzke

Auf einen solchen Spielverlauf hatte in den Anfangsminuten nichts hingedeutet. 3:1 führte der Gast nach fünf Minuten. Der TuS machte Tempo, deckte aggressiv, hatte im Ex-Ferndorfer Max Hamers einen starken Rückhalt. Es schien die Sorte von Gegner zu sein, der einem die Generalprobe so richtig verleiden kann. Die SGSH deckte zu diesem Zeitpunkt engagiert, aber noch längst nicht überragend und ließ in der Offensive zu viele gute Möglichkeiten aus.

Nach 13 Minuten stand es 3:3. Bis dahin war das Beste an der Leistung der Gastgeber die Paradenvielfalt von Mareks Skabeikis gewesen, der fast allein für den Gleichstand gesorgt hatte. Skabeikis machte im gleichen Takt weiter, die SG-Abwehr formierte sich immer besser – und bis zur Pause zogen die Hausherren so auf 9:5 davon. Es waren 30 Minuten, an deren Ende das Team von Mathias Grasediek nach hinten stark gearbeitet, aber nach vorne noch viel Luft nach oben offenbart hatte.

Comeback von Formella

Nach dem Wechsel feierte im SGSH-Gehäuse sechs Wochen nach seiner Blinddarm-Operation Dominik Formella sein Comeback. Der Keeper aus Witten knüpfte nahtlos an die Leistungen von Skabeikis an, wusste jetzt zudem eine noch besser arbeitende Abwehr vor sich. Als den Gästen nach 36 Minuten der Treffer zum 12:6 gelang, war zweierlei zu konstatieren: Der TuS hatte 13 Minuten ohne Torerfolg beendet. Und: Das Team von Caslav Dincic hatte zwischen der fünften und 35. Minute den Zeitraum einer kompletten „Halbzeit“ mit nur zwei Torerfolgen absolviert – alles andere als alltägliche Dinge...

Es waren auch Komplimente für den Drittligisten. Nach solchen Phasen lässt die Konzentration häufig nach. Umso bemerkenswerter war es, dass der Favorit die Defensiv-Qualität bis zum Abpfiff komplett hoch hielt. In der Offensive zudem steigerte sich die SGSH nach dem Wechsel erheblich. Julian Mayer bestätigte im rechten Rückraum seinen Aufwärtstrend. Das Tempospiel lief auch deutlich effektiver als noch der Pause. So steuerte die SGSH auf einen 25:11-Kantersieg hin, der Rückenwind gibt für den Auftakt gegen Ferndorf. Das Grasediek-Team scheint gerüstet für den Kampf gegen den Favoriten aus dem Siegerland.

SGSH:  Skabeikis, Formella (ab 31.) – Luciano (4), Mayer (4), Wardzinski (4), Fleischhauer (3), Diehl (3), Feldmann (3/2), Dmytruszynski (2), Krüger (1), Rydz (1), Buff, Jansen, Müller

TuS: Hamers, Blech (ab 31.), Schmidt (ab 52.) – Haselbach (3), Lochtenberg (2), Pfeil (2), Curcic (2), Martel (1), Bergerhoff (1), Pötsch, Pohl, Brüning, Bader

Schiedsrichter:  Steinebach/Wulfestieg (Siegen)

Zeitstrafen: SGSH 3, TuS 0

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